Was passiert eigentlich mit unseren Social-Media-Accounts, wenn wir nicht mehr da sind? Fotos, Videos, Nachrichten und persönliche Daten verschwinden schließlich nicht einfach mit uns. Die Frage klingt morbide, betrifft aber immer mehr Menschen.Anzeige

Wie der Guardian unter Berufung auf eine Oxford-Studie berichtet, könnte Facebook bis 2100 bis zu 4,9 Milliarden Accounts Verstorbener beherbergen und damit womöglich mehr Profile Verstorbener als von lebenden Usern – unter denen auch Kinder sind. Tiktok führt daher eine neue Einstellung ein, mit der User ihr Online-Erbe schon zu Lebzeiten regeln können.

Tiktok lässt dich zwischen Löschen und Nachlasskontakt wählen

Tiktok führt eine neue Nachlassfunktion für Accounts ein. Damit können User schon zu Lebzeiten festlegen, was nach ihrem Tod mit ihrem Profil und den dort gespeicherten Daten passieren soll. Denn unser digitaler Fußabdruck auf Social Media wird immer größer und damit auch umso wichtiger, dass die dort geteilten Inhalte nicht in falsche Hände geraten.Anzeige

Facebook hat sich mit dem digitalen Nachlass deswegen schon vor über zehn Jahren beschäftigt und führte Nachlasskontakte bereits 2015 ein. Bei Instagram gibt es eine solche Möglichkeit bislang nicht, immerhin können Accounts verstorbener Personen dort in einen Gedenkzustand versetzt werden. Jetzt zieht auch Tiktok nach. Denn auch eine Plattform mit vielen vergleichsweise jungen Usern muss sich irgendwann mit der Frage beschäftigen, was mit Accounts von Verstorbenen passiert.