PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNach Dom-Panne„Wir nehmen für uns in Anspruch, dass deutsche Fahrgeschäfte zu den sichersten der Welt gehören“Stand: 12:54 UhrLesedauer: 3 MinutenRettungskräfte der Hamburger Feuerwehr vor dem Fahrgeschäft auf dem Hamburger DomQuelle: picture alliance/dpa/Bodo MarksNach der Panne eines Kettenkarussells auf dem Hamburger Dom betont der Deutsche Schaustellerbund die hohen Sicherheitsstandards. Mehrere Menschen hatten stundenlang in einem Kettenkarussell festgesessen.Nach dem Vorfall in einem Kettenkarussell auf dem Hamburger Dom verweist der Deutsche Schaustellerbund auf die hohen Standards der Fahrgeschäfte bei Volksfesten in der Bundesrepublik. „Wir haben ein hohes Sicherheitsniveau, und das soll so bleiben“, sagte Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg: „Wir nehmen für uns in Anspruch, dass deutsche Fahrgeschäfte zu den sichersten der Welt gehören.“Lesen Sie auchWegen eines Defekts eines Kettenkarussells hatten 23 Fahrgäste am Dienstagabend mehrere Stunden lang in etwa 25 Metern Höhe festgesessen. Die Feuerwehr war mit 45 Einsatzkräften vor Ort und versorgte die Personen mit Decken. Nach rund 90 Minuten gelang es, das etwa 70 Meter hohe Fahrgeschäft wieder in Gang zu setzen. Verletzt wurde niemand.Hakelberg erläutert, wie Fahrgeschäfte, etwa das besagte Kettenkarussell auf dem Hamburger Dom, kontrolliert werden.Vor der InbetriebnahmeJedes neue Fahrgeschäft werde im Rahmen einer Erstprüfung in jeglicher sicherheitsrelevanter Hinsicht kontrolliert. Eine darauf spezialisierte und zugelassene Prüforganisation wie zum Beispiel der TÜV begutachte die Konstruktion, die Beschaffenheit und Festigkeit der verwendeten Materialien, die Elektrik, die Steuerung, den Betrieb und die Sicherheit bei allen Witterungsverhältnissen.Lesen Sie auch„Auch der Brandschutz oder eine Havarie werden bei der Konstruktion eines Fahrgeschäftes immer mitbedacht“, so Hakelberg. „Detaillierte Pläne, auch Rettungspläne und Evakuierungs-Szenarien, sind fester Bestandteil der Prüfung zur Erstzulassung des Fahrgeschäftes.“Um an einem Volksfest teilzunehmen, bedürfe es einer Ausführungsgenehmigung. Diese werden – je nach Art und Komplexität des Geschäftes – auf ein bis drei Jahre befristet. Voraussetzung für diese Genehmigung und jede Verlängerung sei eine erfolgreiche Begutachtung durch eine zugelassene Prüforganisation wie den TÜV oder eine Landesgewerbeanstalt.Vor dem FestauftaktZu Beginn eines Volksfestes prüfe die örtlich zuständige Bauaufsicht die Fahrgeschäfte bei einer Gebrauchsabnahme. Hier werde das Vorliegen der gültigen Ausführungsgenehmigung und die korrekte Aufstellung des Fahrgeschäftes überprüft und auch eine Probefahrt gemacht.Lesen Sie auch„Beschickt der Schausteller 20 bis 25 Feste pro Jahr, wird entsprechend häufig diese Gebrauchsabnahme durchgeführt“, sagt Hakelberg. „Handelt es sich wie auf dem Dom um ein Hochfahrgeschäft, wird der Fall einer Störung vorsorglich mitgedacht. Also konkret: Verfügt zum Beispiel die örtlich zuständige Feuerwehr über erforderliches Gerät?“Während des Betriebs„Niemand kennt das Fahrgeschäft so gut wie sein Betreiber“, erläuterte Hakelberg. „Er checkt seine Anlage täglich vor Betriebsbeginn auf Funktion und Sicherheit. Er tut dies aus Verantwortung gegenüber seinen Gästen, seinen Mitarbeitern und schließlich auch, weil er mit Leistung überzeugen muss, um auch im nächsten Jahr wieder platziert zu werden.“Lesen Sie auchDarüber hinaus hätten sich Fahrgeschäfte alle vier bis sechs Jahre einer überaus intensiven Sonderprüfung zu unterziehen, bei der alle dynamisch hochbelasteten Bauteile mit modernsten Prüfmethoden begutachtet werden. „Diese Sonderprüfung ist einmalig auf der Welt“, betonte Hakelberg.Konstante Kontrolle des SystemsDas gesamte Sicherheitssystem wird vom sogenannten Arbeitskreis Fliegende Bauten überprüft, in dem Vertreter der Bundesländer und die Schaustellerverbände zusammenkommen.Lesen Sie auch„Jedes Jahr legen viele Millionen Menschen unzählige Kilometer ohne jegliche Komplikationen auf und in deutschen Fahrgeschäften zurück“, so Hakelberg. „Setzt man die Zahl der Störungen ins Verhältnis zu den zurückgelegten Kilometern, lässt sich im Vergleich mit anderen Fortbewegungsmitteln über Fahrgeschäfte auf Volksfesten wohl behaupten, dass Gäste sich nirgendwo sonst so sicher fühlen dürfen.“dfe, dpa
Nach Dom-Panne: „Wir nehmen für uns in Anspruch, dass deutsche Fahrgeschäfte zu den sichersten der Welt gehören“ - WELT
Nach der Panne eines Kettenkarussells auf dem Hamburger Dom betont der Deutsche Schaustellerbund die hohen Sicherheitsstandards. Mehrere Menschen hatten stundenlang in einem Kettenkarussell festgesessen.












