Migrantische Geschäftsinhaber in Magdeburg schließen ihre Läden, um ein Zeichen zu setzen. Die Menschen sollen genau hinsehen, wen sie wählen.
Magdeburg: Der Streik soll ein Weckruf an die Gesellschaft sein, ein Appell, sich das Programm der AfD genau anzuschauen
Peter Gercke/dpa
dpa | Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl und als Reaktion auf die hohen Umfragewerte für die AfD setzen migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg ein Zeichen für die Demokratie und schließen ihre Läden für einen halben Tag. Zusätzlich zur Streikaktion ist heute Mittag eine Kundgebung vor dem Landtag geplant. „Uns ist wichtig: Niemand muss durch Arbeit oder wirtschaftliche Leistung beweisen, dass er oder sie zu dieser Gesellschaft gehört“, sagte Saeeid Saeeid vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt. „Menschenwürde und gesellschaftliche Zugehörigkeit gelten für alle.“
Rund 150 Geschäfte unter anderem rund um den Magdeburger Hasselbachplatz wollten sich beteiligen und von 10 bis 15 Uhr geschlossen bleiben, sagte eine Organisatorin, darunter Gastronomie, Barbershops, Kioske und andere Läden. Deutsch geführte Läden hätten angekündigt, sich anzuschließen. In den Schaufenstern sollen Plakate auf den „Migra-Streik“ hinweisen.







