Die Raucherentwöhnung mit nikotinhaltigen E-Zigaretten weist einer großen Studie zufolge eine höhere Erfolgsquote auf als andere Methoden. Acht bis zehn von 100 Probanden schafften es damit, mindestens sechs Monate auf das Zigarettenrauchen zu verzichten. Bei anderen Methoden lag die Erfolgsquote höchstens bei sechs Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Übersichtsstudie des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane . Dennoch sind E-Zigaretten, auch Vapes genannt, nicht harmlos, gibt die Gesundheitswissenschaftlerin Ute Mons zu bedenken.Das Cochrane-Netzwerk erstellt Informationen zu medizinischen Fragen auf der Basis hochwertiger Studien. Für die Übersichtsstudie zur Raucherentwöhnung nutzte das Netzwerk die Ergebnisse von 80 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 29.861 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die verschiedenen Versuchsgruppen wurden also in allen berücksichtigten Studien nach dem Zufallsprinzip gebildet. Stets gab es Kontrollgruppen, um die Effekte nikotinhaltiger E-Zigaretten mit einer anderen beziehungsweise keiner genutzten Methode zur Entwöhnung vergleichen zu können.»Es gibt starke Belege dafür, dass regulierte nikotinhaltige E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich sind als das Rauchen«, sagt Studienautorin Jamie Hartmann-Boyce. Dies gelte jedoch nicht für illegale Vapes. Wenn sich andere Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung als erfolglos erwiesen hätten, könne eine Alternative wie die E-Zigarette eine Überlegung wert sein, meint die Forscherin der University of Massachusetts. Sie sieht den Umstieg auf E-Zigaretten als Zwischenschritt zum vollständigen Verzicht an. »Wir arbeiten derzeit an einer Übersichtsarbeit zu Maßnahmen, die beim Ausstieg aus dem Vapen helfen sollen.«