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Es gibt in meiner Stadt diesen malerischen See, gelegen inmitten eines nach englischem Vorbild gestalteten Parks. Großbürgerliche Villen säumen seine Ufer genauso wie hier ein marmornes Palais, dort ein geschichtsträchtiges Schloss, zu dem Busladungen voller Touristinnen und Touristen gekarrt werden und auf dessen Wegen man so manch einem in Sonntagsgarderobe flanierenden Prominenten begegnen kann. Wie in nahezu allen Potsdamer Parks hier ist es dem Volk strikt untersagt, die Wege zu verlassen und es sich auf einer der Wiesen gemütlich zu machen. Es herrscht preußische Ordnung, es herrscht Sittsamkeit. Umso überraschter ist man, erreicht man eine bestimmte, etwas abseits gelegene Stelle des Seeufers, wo einem, wie aus dem Nichts, nackte Brüste, Pobacken, Genitalien entgegenleuchten. Sämtliche dem Auge normalerweise nicht zugänglichen menschlichen Körperteile eben. Ich jedenfalls fiel, als ich mit Anfang 20 frisch in die Stadt gezogen war, bei diesem Anblick beinahe in Ohnmacht.






