Hakenkreuz an Synagoge, Brandanschlag auf linkes Wohnprojekt: Die Zahl der rechtsextremen Straftaten im Bundesland ist im zweiten Quartal deutlich gestiegen.

Wiederholt Opfer rechter Gewalt: Auf das linke Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus gab es im Juli wieder einen Brandanschlag

Frank Hammerschmidt/dpa

dpa/taz | In Brandenburg ist die Zahl rechter Straftaten im zweiten Quartal dieses Jahres um rund ein Viertel gestiegen. Von April bis Juni zählte die Polizei 727 rechtsmotivierte Straftaten, teilte Innenminister Jan Redmann (CDU) auf Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Noack mit. Von Januar bis März wurden 584 Straftaten in diesem Bereich registriert.

Die häufigsten Delikte zwischen April und Juni waren laut Innenministerium das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen wie zum Beispiel von Hakenkreuzen. Die Synagoge in Cottbus etwa war im April mit einem schwarzen Hakenkreuz beschmiert worden, das 1 Meter mal 1,50 Meter groß war. Die Stadt in der Lausitz gilt als ein Zentrum des Rechtsextremismus in Brandenburg.