Das schwedische Einrichtungshaus will mit der «Konstrunda»-Kollektion die elitäre Welt von Kunst- und Designobjekten demokratisieren. Erhältlich ist sie weltweit ab dem 1. September.Man kennt das Credo des «blauen Riesen» Ikea: gut gestaltete Möbel und Einrichtungsartikel zu erschwinglichen Preisen. Seit der Gründung 1943 hat der schwedische Hersteller den Alltag vieler Menschen mit seinem Sortiment massgeblich geprägt und ist dank diesem demokratischen Ansatz praktisch in jedem Haushalt präsent. Nun will Ikea auch die elitäre Welt von Kunst- und Designobjekten demokratisieren. Kunst für alle: Mit diesem Anspruch lanciert Ikea die Kollektion «Konstrunda». 22 Objekte von 7 Künstlern, Designerinnen und Kreativen, die Kunst in den Alltag bringen sollen. Kunst- und Designobjekte für Ikea von Lisa Reiser, Emanuele Stamuli, Andu Masebo, Akanksha Deo und Lisa Hilland. © Inter IKEA Systems B. V. 2026 Ein kleiner Widerspruch zum demokratischen Gedankengut ist dabei die Tatsache, dass diese Kollektion limitiert ist. Doch es ist eben dieser Fakt, der die Objekte umso begehrenswerter und sammelwürdiger macht. Offen bleibt, wie stark die Auflage limitiert ist. Es wird also spannend werden, wie sehr sich Interessierte am 1. September sputen sollen . . .Kunst für alle, nicht nur für Galerien«Kunst sollte für alle zugänglich sein und nicht nur ein Luxus, der Galerien vorbehalten ist», sagt Karin Gustavsson, Creative Leader des Projekts. «Kunst weckt Emotionen, regt zu Gesprächen an und trägt dazu bei, aus einem Haus ein Zuhause zu machen.» Mit dieser Kollektion wolle man die Menschen dazu ermutigen, sich selbst auszudrücken und sich mit Gegenständen zu umgeben, die sie liebten. Die «Konstrunda»-Kollektion ist ab dem 1. September weltweit in Ikea-Filialen und online erhältlich. © Inter IKEA Systems B. V. 2026 Der Name «Konstrunda» bedeutet «Kunsttour» und ist Programm: Die Kollektion bringt die Arbeiten von Gestalterinnen und Gestaltern aus verschiedenen Disziplinen, mit unterschiedlichem Hintergrund und aus verschiedenen Generationen zusammen. Unabhängig voneinander hatten alle freie Hand und konnten ohne Vorgaben persönliche Objekte fürs Zuhause erschaffen.Entstanden sind unter anderem mundgeblasene Glasobjekte, Keramik, Möbel und Textilien. Gemeinsam ist ihnen wenig – ausser ihrer expressiven Formensprache, kräftigen Farben und dem Versuch, den Begriff des Kunstobjekts neu zu interpretieren.«Bei Ikea erheben wir nicht den Anspruch, Kunst zu definieren oder zu erklären. Stattdessen ist es unsere Aufgabe, Raum für sie zu schaffen», sagt Karin Gustavsson. Mit der Expertise bei der Entwicklung und Gestaltung von Produkten, bei Materialien, Proportionen, Farben, Langlebigkeit, aber auch mit der Erfahrung, wie man Ideen zum Leben erweckt, bot das Möbelhaus Ikea mit der «Konstrunda»-Kollektion Künstlern eine Plattform, Neues zu kreieren. © Inter IKEA Systems B. V. 2026 Starke Farben und Formen vereinen die Objekte der «Konstrunda»-Kollektion. Dabei versteht sich «Konstrunda» weniger als klassische Möbelkollektion denn als Einladung zum Sammeln und Kombinieren. Ein einzelnes auffälliges Objekt kann zum Mittelpunkt eines Raums werden, mehrere Stücke können mit der Zeit eine persönliche Sammlung bilden.Sieben Kreative und ihre Entwürfe für IkeaNebst der Ikea-Hausdesignerin Akanksha Deo, die bei diesem Projekt die Abkehr von der reinen Funktionalität genoss, wurde die Kollektion von einer Reihe internationaler Kreativer entworfen. Dazu zählen auch die renommierte schwedische Designerin Lisa Hilland und der Produkt- und Möbeldesigner Andu Masebo. Zwischen Kunst und Innenarchitektur bewegt sich das junge Duo Igor Holtermann und Ingrid Leander, während Emanuele Stamuli sich auf Innenarchitektur für den Luxusmode- und Einzelhandelssektor spezialisiert hat.Die «Konstrunda»-Kollektion ist ab dem 1. September weltweit in Ikea-Filialen und online erhältlich. Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.