Mit Ablösesummen im Fußball ist das in der heutigen Zeit so eine Sache. Weil beispielsweise in der englischen Premier League astronomische Summen aus dem Verkauf von TV-Übertragungsrechten erzielt werden, ist die Verhältnismäßigkeit von Ablösebeträgen für Spieler längst außer Kontrolle geraten. Uli Hoeneß, Ehrenpräsident vom deutschen Branchenprimus FC Bayern, nannte die Geschehnisse auf dem internationalen Transfermarkt im vergangenen Sommer „völlig gaga“. Und auch in diesem Jahr sorgen die Klubs von der Insel wieder für Kopfschütteln im Rest der Welt.Das aktuellste Beispiel betrifft ganz direkt auch den 1. FC Union Berlin. Bei den Köpenickern hat sich Ilyas Ansah vor allem zum Start der abgelaufenen Bundesliga-Saison in ein größeres Blickfeld gespielt. Gleich bei seinem Liga-Debüt traf er beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart doppelt, immerhin noch drei weitere Treffer gelangen ihm später.

Kolumne

Union Berlin und die Bundesliga-Debütanten: Träume gedeihen, Träume platzen

Ansah erlebte das, was ein junger Spieler in seinem ersten Jahr auf großer Bühne fast immer durchmacht: Euphorie, aber auch ein Tal, aus dem es sich herauszuarbeiten gilt. Es wäre wahnsinnig spannend, wie sich der 21-Jährige in seiner zweiten Saison behaupten und entwickeln würde. Doch dazu kommt es womöglich nicht.