PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeue StatistikZahl der Beamten in Berlin steigt deutlich an – Fast die Hälfte aller Landesbeschäftigten verbeamtetStand: 11:24 UhrLesedauer: 3 MinutenIn Berlin gibt es mehr Lehrer im Beamtenverhältnis Quelle: Patrick Pleul/dpaDie Rückkehr zur Lehrerverbeamtung verändert Berlins Verwaltung spürbar: Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Beamten deutlich. Inzwischen arbeitet fast jeder zweite Landesbeschäftigte im Beamtenverhältnis.Berlin hat wieder fast so viele Beamte wie Angestellte. Die Zahl der Beamten im Landesdienst stieg binnen eines Jahres um 10,8 Prozent auf 68.937. Erstmals seit Jahren ist damit nahezu die Hälfte aller Landesbeschäftigten verbeamtet. Hauptgrund ist die Rückkehr zur Lehrerverbeamtung. Wie aus dem Personalbestandsbericht der Senatsfinanzverwaltung hervorgeht, waren Anfang 2026 insgesamt 138.028 Menschen im unmittelbaren Landesdienst beschäftigt. 49,9 Prozent von ihnen standen im Beamtenverhältnis. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil noch bei 45,6 Prozent gelegen. Damit hat sich die Beschäftigtenstruktur des Landes innerhalb kurzer Zeit deutlich verändert. Besonders sichtbar wird dieser Wandel an den Berliner Schulen: Dort stieg die Zahl der verbeamteten Beschäftigten binnen eines Jahres um 6524 Personen oder 39,1 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der angestellten Beschäftigten um 6876 beziehungsweise 21,6 Prozent. Die meisten neuen Beamten wurden also nicht zusätzlich eingestellt, vielmehr wechselten bereits beschäftigte Lehrkräfte vom Angestellten- in das Beamtenverhältnis.Lesen Sie auchWeil die Schulen zur Berliner Hauptverwaltung zählen, prägt diese Entwicklung auch die Gesamtzahlen des Landes. In der Hauptverwaltung, zu der neben den Schulen unter anderem Polizei, Gerichte, Finanzämter und Landesbehörden gehören, stieg die Zahl der Beamten binnen eines Jahres um 6876 auf 64.607. Die Zahl der Angestellten sank zugleich um 5408 auf 46.368. In den Bezirksverwaltungen spielte die Entwicklung dagegen kaum eine Rolle. Dort ging die Zahl der Beamten sogar leicht um 140 auf 4330 zurück. Während in der Hauptverwaltung inzwischen 58,2 Prozent der Beschäftigten verbeamtet sind, liegt der Anteil in den Bezirken bei lediglich 16 Prozent.Lesen Sie auchInsgesamt wuchs der unmittelbare Landesdienst um 1725 Beschäftigte auf 138.028 Menschen. Die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente, also der auf Vollzeitstellen umgerechneten Beschäftigten, stieg ebenfalls auf rund 127.500. Damit setzt sich der Personalaufbau der vergangenen Jahre fort. Seit dem Tiefstand 2014 mit rund 111.500 Beschäftigten ist die Zahl der Landesbediensteten um mehr als 26.000 gestiegen.Lesen Sie auchZugleich wird die Berliner Verwaltung weiter jünger. Das Durchschnittsalter sank zum zwölften Mal in Folge und liegt nun bei 46,1 Jahren. Die Zahl der unter 30-Jährigen erhöhte sich binnen eines Jahres um 602 auf 13.074 Beschäftigte. Ihr Anteil stieg damit auf 9,5 Prozent. Gleichzeitig stellen die 40- bis unter 50-Jährigen die größte Altersgruppe im Landesdienst.Der Frauenanteil blieb mit 58,1 Prozent stabil. Die Teilzeitquote stieg leicht von 27,3 auf 27,5 Prozent. Von den rund 69.000 angestellten Beschäftigten hatten 7551 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das entspricht einem Anteil von 10,9 Prozent.Trotz der Verjüngung steht dem Land in den kommenden Jahren ein erheblicher Generationenwechsel bevor. Nach den Berechnungen der Statistikstelle werden bis Ende 2035 rund 38.600 Beschäftigte das 64. Lebensjahr erreichen. Das entspricht fast 30 Prozent der heute unbefristet Beschäftigten.kami mit dpa