Aufgrund mehrerer Sicherheitslücken können Angreifer Unternehmen mit Netzwerkhardware von TP-Link Omada attackieren. Im schlimmsten Fall sind Geräte vollständig kompromittierbar. Damit das nicht passiert, müssen Admins eine reparierte Firmware installieren.

TP-Links Omada-Serie besteht aus professionellen Access Points, Routern mit Firewall und VPN-Funktion und Switches. Derartige Geräte finden sich in der Regel nicht in Privathaushalten, sondern in kleinen und mittleren Unternehmen oder Hotels und Praxen.

Drei Schwachstellen geschlossen

In einer Warnmeldung listet der Netzwerkausrüster die betroffenen Produkte und Sicherheitslücken auf. Konkret bedroht sind etwa die Gigabit-Multi-WAN-VPN-Router ER605 und TL-R605. Am gefährlichsten gilt eine als „kritisch“ eingestufte Sicherheitslücke (CVE-2026-19586). Geräte sind darüber aber nur angreifbar, wenn ein OpenVPN-Server läuft. Ist das der Fall und ein Angreifer in der Position einen Verbindungsversuch zu initiieren, kann er aus der Ferne ohne Authentifizierung eigene Befehle ausführen. Im Anschluss kann er die volle Kontrolle über Geräte erlangen.

Zwei weitere Softwareschwachstellen sind mit dem Bedrohungsgrad „mittel“ eingestuft. Hat ein Angreifer Netzwerkzugriff, kann er Captive-Portal-Sessions terminieren (CVE-2026-9033). Aufgrund von Fehlern in der Dynamic-DNS-Funktionalität (DDNS) findet die Übertragung von Zugangsdaten an einen Drittanbieter-DDNS-Service unverschlüsselt statt, sodass Angreifer Log-in-Daten mitschneiden können.