Großbritannien bekommt als erster anderer Staat Zugriff auf umfangreiche Datensammlungen des ukrainischen Militärs, die fürs Training von KI-Modellen genutzt werden sollen. Das haben die Regierungen der beiden Staaten am Montag während der ersten Auslandsreise des neuen britischen Premiers Andy Burnham bekannt gegeben. Dank der Vereinbarung sollen britische Universitäten, Tech-Unternehmen und KI-Firmen Zugriff auf die Datenbank „Avengers AI Labs“ bekommen, heißt es in der Bekanntmachung. Darin finden sich Millionen echte Datensätze von Sensoren und Kameras, die beispielsweise Panzer, Luftabwehranlagen, Soldaten und Drohnen erfasst haben.
Daten als Ressource
In der ukrainischen Datenbank landen jeden Monat mehr als 100.000 Videostreams von Drohnen, mehr als 70 Prozent der darin aufgezeichneten gegnerischen Ziele würden automatisch identifiziert, berichtet die Financial Times unter Berufung auf das britische Verteidigungsministerium. Laut älteren Zahlen seien pro Woche mehr als 12.000 gegnerische Gerätschaften identifiziert worden. In Großbritannien setzt man darauf, KI-Militärtechnik mit dem immensen Datenschatz trainieren zu können. Bislang sei der Mangel an echten Daten das größte Hindernis gewesen. Die Ukraine hatte solch einen Zugriff schon vor Monaten in Aussicht gestellt, die Datenbank gilt als extrem wertvolle Ressource.










