Am BER nutzte im Juli 2026 2,46 Millionen Passagiere den Flughafen, das waren rund 95.000 mehr als vergangenen Jahr zur selben Zeit; der 31. Juli war der verkehrsreichste Tag des Monats. Das ist bemerkenswert, wenn auch kein Anlass zu übertriebener Euphorie: Im ersten Halbjahr lag der BER mit 11,9 Millionen Reisenden noch 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bundesweit sieht es ähnlich verhalten aus. Die deutschen Flughäfen kamen von Januar bis Juni auf 97,67 Millionen Passagiere, 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; allein im Juni lag das Aufkommen mit 19,76 Millionen Fluggästen 3,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Das passt zu den Tourismuszahlen der Region. Berlin verzeichnete von Januar bis Juni rund 5,9 Millionen Gäste und 13,6 Millionen Übernachtungen — 0,3 Prozent weniger Gäste und 2,7 Prozent weniger Übernachtungen als im ersten Halbjahr 2025. Brandenburg kam im selben Zeitraum auf rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen; das entspricht minus 0,4 beziehungsweise minus 1,5 Prozent. Was die amtlichen Zahlen zeigen, ist somit kein ostdeutscher Urlaubsrausch, sondern ein regionales Muster: Berlin zieht als Startbahn, nicht zwingend als Ferienziel.

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