Startseite

Unternehmen

IT

KI-News aktuell: Physische KI: Das Wettrennen um humanoide Roboter zieht an China treibt die Entwicklung von Humanoiden voran – mit Erfolg. Bei der Roboter-WM in Peking werden menschengemachte Rekorde geknackt.

KI-Apps auf einem Handy-Display: OpenAIs ChatGPT, Googles Gemini und Anthropics Claude Foto: Getty Images23. August 2026 – Chinesische Roboter knacken Sprint-Weltrekord von Usain BoltBeim Auftakt der World Humanoid Games rannte ein vom chinesischen Team X-Humanoid entwickelter Roboter beim Sprint über 100 Meter in nur 9,39 Sekunden ins Ziel. Damit schlug er den menschlichen Weltrekordhalter Usain Bolt um 0,19 Sekunden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Am Sonntag knackte ein Roboter desselben Modells mit 39,70 Sekunden auch den 400-Meter-Weltrekord. Auch andere Modelle konnten bei den Roboter-Weltmeisterschaften in Peking von Menschen aufgestellte Rekorde übertreffen und sorgten damit für weltweites Aufsehen.Laut Angaben der Organisatoren nehmen über 660 Teams mit mehr als 2.000 Robotern aus 16 Ländern an der Roboter-WM teil. Die meisten Teams kommen aus China und stammen von Unternehmen und Universitäten. Zu den 51 Wettkampfdisziplinen zählen klassische Olympia-Sportarten wie Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis, Fußball, aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fertigungslinien. Noch bis zum 26. August sind Wettbewerbe in weiteren Disziplinen geplant.Schon seit über zehn Jahren werden Roboter-Wettkämpfe in China ausgetragen. Doch solch spektakuläre Ergebnisse gibt es erst seit kurzem. Beim Halbmarathon im April im vergangenen Jahr etwa musste ein Großteil der Maschinen noch von Ingenieuren begleitet werden, stürzten bereits an der Startlinie oder prallten gegen Absperrungen. Ein Jahr später erreichten bereits 47 Roboter die Ziellinie.Ranking 2026 KI von Elon Musk zieht mit OpenAIs Spitzenmodell gleich von Jan WöllerDer sportliche Wettkampf ist dabei vor allem eine Bühne für die technologischen Errungenschaften der Branche. Chinas Regierung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter Künstlicher Intelligenz als Zukunftsindustrie festgelegt. Viele Firmen und Universitäten investieren viel in die Forschung und den Bau humanoider Roboter.21. August 2026 – Bosch will humanoide Roboter im Schwarzwald bauenDer deutsche Technologiekonzern Bosch will ab 2027 humanoide Roboter in Bühl im Schwarzwald bauen, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Entwickelt werden die Maschinen von dem Londoner Start-up Humanoid, mit dem sich der deutsche Technologieriese in diesem Jahr verbündet hat. Damit wird der weltgrößte Autozulieferer wird zum Auftragsfertiger. Auch die Integration bestehender Bosch-Technologien wie Aktoren, Motoren und Sensoren werde geprüft. „Angaben zu Stückzahlen oder Mitarbeitenden machen wir aktuell keine.“ Zunächst hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ darüber berichtet.Weltweit steht der Markt für humanoide Roboter noch ganz am Anfang. Dennoch sehen Fachleute langfristig großes Potenzial. Die Maschinen künftig in Fabriken und der Logistik genutzt werden, später auch in der Krankenpflege und als Haushaltshelfer. Führend bei der Entwicklung humanoider Roboter sind bislang vor allem Unternehmen wie Unitree aus China und Boston Dynamics aus den USA.Robotik Xpengs Roboter-Sparte ist mehr als 6,3 Milliarden Dollar wert Der bekannteste Hersteller in Deutschland ist wohl Neura Robotics. Das schwäbische Unternehmen hatte im Juni bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar bei Investoren eingesammelt und damit eine der größten Finanzierungsrunden in Deutschland hingelegt. Mit dem frischen Kapital will Neura unter anderem die Serienproduktion auf mehrere Millionen Roboter bis 2030 ausweiten. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen aktuell Aufträge und eine Entwicklungspipeline von über einer Milliarde US-Dollar.19. August 2026 – China treibt die Entwicklung humanoider Roboter voranAm Mittwoch hat der chinesische Roboterhersteller Unitree einen rasanten Börsenstart hingelegt. Die Aktie eröffnete an der Shanghaier Börse mit 629 Prozent über dem Ausgabepreis, sackte aber bis zum Vormittag auf ein Plus von rund 500 Prozent ab Das 2016 gegründete Unternehmen ist damit der erste Hersteller humanoider Roboter an einer Börse auf dem chinesischen Festland. Der Börsengang brachte dem Unitree umgerechnet etwa 780 Millionen Euro ein.Beim Eröffnungskurs wurde das Unternehmen mit umgerechnet rund 57 Milliarden Euro bewertet. Das übersteigt die bisherigen Geschäftszahlen um ein Vielfaches. Allerdings hat sich der Umsatz des Unternehmens im vergangenen Jahr auf 1,7 Milliarden Yuan (etwa 218 Mio. Euro) mehr als vervierfacht. Der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 278 Millionen Yuan. Nach eigenen Angaben lieferte Unitree 2025 mehr als 5.500 humanoide Roboter aus. Noch steht der kommerzielle Einsatz solcher Maschinen allerdings am Anfang.KI-Start-Up Hugging Face prüft offenbar Verkauf für 13 Milliarden Dollar Das sieht auch die chinesische Regierung so. Laut dem staatlichen Finanznachrichtendienst Cailianshe kündigte Xi Guobin, Staatssekretär im Industrie- und Technologieministerium, bei der Eröffnung der World Robot Conference am Mittwoch an, die Entwicklung des Sektors zu unterstützen. Robotik sei bereits jetzt eine „wichtige Kraft“ in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas.In Deutschland löst das vor allem Sorge aus. „Weltweit hat längst ein intensives Wettrennen um die Führerschaft in der humanoiden Robotik und damit in der ‚physischen KI‘ begonnen“, sagte Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauverbands VDMA, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Für Deutschland und Europa steht dabei viel auf dem Spiel: Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und industrielle Wertschöpfung.“ Deshalb müssten die Themen humanoide Robotik und physische KI „ganz oben auf die politische Agenda“.Rauen verwies auf zentrale Probleme in Deutschland und Europa. Man verfüge über exzellente Technologien, starke Industrieunternehmen, hervorragende Start-ups sowie international führende Spitzenforschung. Aber die entscheidende Herausforderung liege in der Skalierung.18. August 2026 – OpenAI pausiert Training von KI-SpitzenmodellenOpenAI hat das Training seiner Spitzenmodelle für zwei Wochen ausgesetzt, um Sicherheitsstandards anzupassen, wie der US-Entwickler in einem Blogeintrag bekannt gab. Hintergrund dafür ist ein weltweit Aufsehen erregender Vorfall vom Juli, bei dem ein KI-Agent während eines Tests die Entwickler-Plattform Hugging Face gehackt hatte. Hinzu kommen Bedenken wegen den Cybersecurity-Fähigkeiten des neuen Spitzenmodells Astra.„Während Modelle leistungsfähiger werden, wachsen die mit ihrer Entwicklung und ihrem Training verbundenen Risiken“, schreibt OpenAI. Um diesen Risiken zu begegnen, habe das Unternehmen in den vergangenen Wochen ihre Forschungs- und Trainingssysteme überarbeitet und setze nun zusätzliche KI-Systeme ein, um die Aktivitäten ihrer Agenten zu überwachen. Zusätzlich sei der größte geplante Trainingslauf auf Eis gelegt, während kleinere Trainingsläufe und Auswertungen durchgeführt werden, um das Verhalten der Modelle zu analysieren sowie Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen zu testen.KI in der Medizintechnik Siemens-Healthineers-Chef: „Brauchen keine KI-Strategie“ Die Entwicklungspause ist ein ungewöhnlicher Schritt für OpenAI. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen die Prüfung neuer Modelle und die Produktentwicklung angesichts des intensiven Wettbewerbs in der Branche deutlich beschleunigt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge liefen oft mehrere Modellevaluierungen gleichzeitig und mit hoher Geschwindigkeit ab, wobei enorme Datenmengen anfielen, mit denen die Mitarbeiter kaum Schritt halten konnten.Es ist unklar, ob die von OpenAI geplanten Gegenmaßnahmen künftige Sicherheitsvorfälle verhindern können. Vertreter des Unternehmens räumten gegenüber Reuters ein, dass die Wirksamkeit der sogenannten „Chain-of-thought“-Überwachung fraglich sei. Dabei können Forscher den Planungsprozess eines Modells einsehen. Erste Untersuchungen zeigen jedoch, dass eine KI ihre Pläne für Regelverstöße in diesem Prozess möglicherweise verbergen kann. Sensible Arbeitsabläufe müssten nun in stärker isolierten Umgebungen stattfinden, sogenannten Sandboxes, hieß es.14. August 2026 – USA fordern KI-Alliierte auf, sich von China abzuwendenDie USA wollen Insidern zufolge 35 Länder im Wettlauf um Künstliche Intelligenz (KI) vor die Wahl zwischen Washington und Peking stellen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Laut einem internen Entwurf des US-Außenministeriums drohe den Staaten der Ausschluss aus der US-geführten KI-Allianz „Pax Silica“, sollten sie sich auch dem konkurrierenden Bündnis Chinas anschließen. „Teil von allem zu sein, bedeutet, Teil von nichts zu sein“, heißt es darin. Die Unterzeichnung der Pax-Silica-Erklärung sei nicht bloß eine Mitgliedschaft, sondern eine Verpflichtung. Dies lasse sich nicht mit der Teilnahme an parallelen Initiativen vereinbaren, deren Erwartungen im Widerspruch zu den eigenen stünden.Das US-Außenministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Entwurf ab. Washington hatte „Pax Silica“ im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um angesichts der harten technologischen Rivalität mit China die Lieferketten für KI-Modelle, Halbleiter und kritische Mineralien zu sichern. Der chinesische Präsident Xi Jinping gründete im Juli die rivalisierende „World Artificial Intelligence Cooperation Organization“.Auslöser für das US-Schreiben ist offenbar Kasachstan. Das zentralasiatische Land, das über große Vorkommen an kritischen Mineralien verfügt, ist bislang der einzige bekannte Staat, der beiden Initiativen beigetreten ist. Ein US-Regierungsvertreter erklärte gegenüber Reuters, dass es schwer vorstellbar sei, wie sich ein Land glaubhaft als vertrauenswürdiger Partner in einem Technologie-Ökosystem positionieren könne, während es gleichzeitig eine von China entworfene Initiative für eine konkurrierende KI-Vision unterstütze.Mit Agenturmaterial von dpa, dpa-AFX und Reuters. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick