Roboter nehmen uns Arbeitsplätze weg. Warum besteuern wir nicht ihren Produktivitätsgewinn – und profitieren alle vom Fortschritt?

Noch wird getestet: Der humanoide Roboter AEON kontrolliert im BMW-Werk in Leipzig die Karosserie eines Fahrzeuges

Hendrik Schmidt/dpa

S chon 2036 könnte es so weit sein. Im Büro sitzt nur noch die halbe Belegschaft. Den Rest erledigt künstliche Intelligenz. In der Fabrik fahren Roboter die Schichten, in der Logistik sortieren Maschinen die Pakete. Alles geht schneller, ist automatisiert und damit viel produktiver. Gut, einerseits. Nur, was passiert mit den Jobs? Wer zahlt eigentlich noch Lohnsteuer, wenn Roboter uns am Arbeitsplatz ersetzen?

Mit jeder neuen Anwendung kommt eine alte Angst zurück. Dass technischer Fortschritt unser Feind ist, weil er zu Massenarbeitslosigkeit und Verarmung führt – und dadurch auch noch die Staatskasse leert. Immer häufiger kommt deshalb die Idee auf: Besteuern wir Roboter und KI!