Der befürchtete Einbruch bei der Verfügbarkeit und damit den Verkäufen von Client-Prozessoren hat sich im zweiten Quartal nur teilweise bewahrheitet: Desktop-CPUs sind im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent eingebrochen, Notebook-Modelle sollen dagegen unerwartet moderat zugelegt haben.
Darüber berichtet der Marktbeobachter Mercury Research. Demnach soll insbesondere Intel mehr Mobilprozessoren als erwartet in den Handel entlassen haben. Von einem Zuwachs mehrerer Millionen Exemplare verglichen mit dem ersten Quartal ist die Rede. Mit dem gleichzeitigen Rückgang bei Desktop-PCs dürften Notebooks 80 Prozent Client-Marktanteil überschreiten. Die Desktop-CPU-Lieferungen „lassen sich am besten als miserabel beschreiben“, heißt es.
AMD gewinnt an allen Fronten
Zuvor wurde ein Rückgang auch bei Notebooks erwartet, weil AMD und Intel Produktionskapazitäten teilweise zu Servern verschoben haben. Dort ist die Nachfrage seit dem Aufkommen von CPU-hungrigen KI-Agenten besonders hoch. Mercury sieht bei Server-CPUs ein Jahreswachstum von fast 20 Prozent.
Der Marktbeobachter vermutet, dass Desktop-PCs nicht nur wegen der CPU-Verfügbarkeit abgesackt sind. Auch steigende Komponentenpreise und die schlechter werdende Verfügbarkeit von High-End-Grafikkarten könnten beigetragen haben. Bei Notebooks könnte sich der Mangel schlicht in die zweite Jahreshälfte verschieben.









