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Türkei: Zentralbank senkt Finanzierungskosten – Banktitel legen zu Bank-Aktien profitieren am Montag von einer Entscheidung der türkischen Zentralbank. Damit ebnet die Notenbank den Weg für Zinssenkungen. Die Inflation bleibt weiterhin auf hohem Niveau.

Die türkische Flagge: Zentralbank ebnet Weg für Zinssenkungen. Foto: dpaIstanbul. Die Aktien türkischer Banken haben am Montag deutlich zugelegt. Am Sonntagabend hatte die türkische Zentralbank die Kreditkosten überraschend gesenkt. Das nährt die Hoffnung auf Zinssenkungen im Verlauf des Jahres.Der Borsa-Istanbul-Banks-Index stieg um bis zu 4,1 Prozent, fiel dann aber wieder auf ein Plus von rund drei Prozent ab. Der Index enthält alle an der Istanbuler Börse gelisteten Banken, gewichtet nach Marktkapitalisierung. Er steuert auf den höchsten Schlussstand seit mehr als einem Monat zu.Auch bei türkischen Staatsanleihen griffen Investoren zu. Die Kurse der Bonds stiegen. Im Gegenzug sanken die Renditen für zwei- und zehnjährige Anleihen um 58 Basispunkte und 25 Basispunkte.Die Zentralbank teilte am späten Sonntag mit, dass sie die einwöchigen Repo-Auktionen zu ihrem Leitzins von 37 Prozent wieder aufnehmen werde. Repo-Auktionen sind Rückkaufgeschäfte, bei denen Zentralbanken einer Geschäftsbank temporär Wertpapiere verkaufen, unter anderem Staatsanleihen. Zu einem festgelegten Preis kauft sie die Papiere zu einem höheren Preis zurück. Die Differenz entspricht dem Zinssatz.Die Zentralbank machte mit diesem Schritt die Umstellung auf den teureren Tagesgeldsatz von 40 Prozent Anfang März rückgängig. Damals hatte die Zentralbank auf die wirtschaftliche Unsicherheit durch den Irankrieg reagiert. Viele Ökonomen hatten die Wiederaufnahme erst nach dem nächsten Zinsentscheid im September erwartet.Macht sich die Zentralbank für Zinssenkungen bereit?Die Wiederaufnahme der Repo-Auktionen könnte die Gewinnerwartungen der Kreditinstitute verbessern. Der Markt könne dies „als erstes Signal für den Beginn eines Zinssenkungszyklus werten“, sagte Cemal Demirtas, Leiter der Forschungsabteilung bei Ata Investment in Istanbul. „Man geht davon aus, dass auch der Inflationsdruck nachlassen könnte. Das würde das Interesse an Bank-Aktien erhöhen.“Zuletzt hielt die Notenbank die Zinsen konstant bei 37 Prozent. Bloomberg-Ökonomin Selva Bahar Baziki geht davon aus, dass die Währungshüter das Niveau vorerst beibehalten. Die Entscheidung der Zentralbank hänge womöglich mit den Sorgen der Politik vor ausbleibendem Wirtschaftswachstum zusammen, sagte die Ökonomin. „Wenn das Wachstum verhalten bleibt, steigt das Risiko einer früher als erwarteten Zinssenkung.“Die türkische Volkswirtschaft plagt eine anhaltend hohe Inflation. Im Juli lag die Teuerungsrate bei 31,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Notenbank hat zuletzt jedoch ihre Inflationsprognose revidiert. Sie erwartet bis Jahresende eine Teuerung von 28 Prozent. Zuvor war sie von 36 Prozent ausgegangen. Bloo, las Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt