Derzeit ist Norwegen der bedeutendste Gaslieferant für Deutschland und das könnte auch so bleiben: Der Energiekonzern Uniper hat mit dem norwegischen Öl- und Gasförderer Equinor einen langfristigen Erdgas-Liefervertrag abgeschlossen. Demnach liefert Equinor von 2027 an jährlich weitere 30 Terawattstunden Erdgas nach Deutschland, wie Uniper in Düsseldorf mitteilte.Das entspreche dem Energieverbrauch von mehr als zwei Millionen Haushalte in Deutschland pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland wurde im vergangenen Jahr laut Bundesnetzagentur Erdgas mit einem Energiegehalt von insgesamt 864 Terawattstunden verbraucht. Über das finanzielle Volumen des Abkommens mit Equinor machte Uniper keine Angaben. Das Gas soll über bestehende Pipelines nach Deutschland kommen.Der Vertrag mit Equinor hat eine Laufzeit von 15 Jahren. „Mit dieser Vereinbarung stärken wir die langfristige Gasversorgung Deutschlands und vertiefen zugleich unsere Zusammenarbeit mit Equinor“, sagte Uniper-Chef Michael Lewis. Angesichts der Turbulenzen auf den Energiemärkten der vergangenen Jahre habe der Deal zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können, sagte Lewis. Norwegen sei ein wichtiger Partner für die Energieversorgung Europas.Insidern zufolge ist Equinor auch an einer Übernahme Unipers interessiertDas Land ist derzeit der größte Erdgaslieferant Deutschlands. Im vergangenen Jahr kamen rund 44 Prozent des nach Deutschland gelieferten Erdgases über Pipelines aus Norwegen. Norwegisches Erdgas erreicht Deutschland auch als Flüssigerdgas (LNG) per Schiff über die deutschen LNG-Terminals. Im laufenden Jahr belief sich bis Ende Juli der Anteil Norwegens an allen LNG-Lieferungen direkt nach Deutschland laut Energiewirtschaftsverband BDEW auf 4,1 Prozent.Insidern zufolge ist Equinor an einer Übernahme Unipers interessiert. Equinor gehört zu 67 Prozent dem norwegischen Staat. Uniper ist derzeit fast vollständig in deutschem Staatsbesitz. Der Bund hatte in der Energiekrise den größten deutschen Gaskonzern übernommen. Die EU-Kommission hatte für ihre Zustimmung unter anderem gefordert, dass der Bund seine Beteiligung bis Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduziert.
Uniper schließt einen Gasliefervertrag mit Norwegen ab
Ab 2027 soll jährlich über 30 Terawattstunden Erdgas geliefert werden. Der Vertrag läuft 15 Jahre.











