Ernteausfälle und gestoppte Binnenschifffahrt sorgen für enorme Schäden. Greenpeace warnt, die wahren Kosten des trockenen Sommers seien noch höher.

Die Binnenschifffahrt litt unter dem Niedrigwasser zum Beispiel des Rheins

Leon Kuegeler/rtr

Die Folgen der extremen Hitze und wochenlangen Trockenheit kosten die deutsche Wirtschaft nach Schätzungen von Greenpeace mindestens 36 Milliarden Euro. Das entspreche 0,8 bis 0,9 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung, teilte die Umweltschutzorganisation mit. Greenpeace berechnete dazu die wirtschaftlichen Schäden durch Ernteausfälle, Waldbrände und Gesundheitskosten sowie Produktivitätsverluste und Bildungskosten aufgrund der Hitze.

„Dieser Hitze- und Dürresommer war eine Katastrophe – für Millionen Menschen und für die Volkswirtschaft“, sagte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas. „Auch wenn diese Naturkatastrophe keine Trümmerberge verursacht, ist die Höhe der Schäden erschütternd.“ Vargas forderte die Bundesregierung auf, auf ihrer Kabinettsklausur „mit dem gebotenen Ernst auf die Klimakrise“ zu reagieren. „Die Zahlen sind unmissverständlich: Ein Weiter-so können wir uns schlicht nicht mehr leisten.“