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Immobilien: In diesen Sektoren vergeben Banken jetzt deutlich mehr Darlehen Trotz steigender Zinsen legt das Neugeschäft mit Immobilienkrediten im ersten Halbjahr 2026 zu. Der Blick auf die Segmente verrät Investoren vor allem zwei Gewinner.
Blick auf Neubau-Wohnungen im Berliner Bezirk Schöneberg: Mehr Darlehenszusagen. Foto: dpaFrankfurt. Hohe Baukosten, anhaltende Inflation, gestiegene Zinsen: Käufer und Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt bewegen sich aktuell in einem schwierigen Umfeld. Doch die am Montag veröffentlichten Finanzierungsdaten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zeigen, dass das Neugeschäft der Banken in der Immobilienfinanzierung weiter deutlich zulegt.Im ersten Halbjahr 2026 sagten die Pfandbriefbanken demnach deutlich mehr Finanzierungen zu als ein Jahr zuvor. Das Volumen des Neugeschäfts mit Immobiliendarlehen stieg auf insgesamt 80,4 Milliarden Euro.Das waren 8,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Damals waren es 74,1 Milliarden Euro. Vor allem in zwei Segmenten registrieren die Banken überraschend starke Zuwächse.Den größten Teil des Neugeschäfts machen weiterhin Kredite für Wohnimmobilien aus. Insgesamt kamen in der ersten Jahreshälfte 2026 rund 62,3 Prozent des gesamten Immobilienfinanzierungsgeschäfts der Pfandbriefbanken aus dem Wohnsegment.Von Januar bis Juni 2026 wurden demnach Wohnimmobiliendarlehen über rund 50,1 Milliarden Euro zugesagt. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs verliert jedoch an Zugkraft: Im zweiten Halbjahr 2025 hatte das Plus noch bei 11,3 Prozent gelegen.Mehrfamilienhäuser ganz vornInteressant ist dabei, welche Immobilien besonders stark zulegen. Die Finanzierung von Mehrfamilienhäusern wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 7,3 Prozent am stärksten und erreichte 13,2 Milliarden Euro. Im Wohnsektor ist die Sparte damit klarer Gewinner.Bei Eigentumswohnungen stieg das Neugeschäft dagegen nur um 6,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Die Darlehenszusagen für Ein- und Zweifamilienhäuser legten lediglich um 4,0 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu.Für Immobilienkäufer und Investoren ist das ein wichtiges Signal: Es sind vor allem Kapitalanleger, vermögende Investoren und Wohnungsgesellschaften, die nun Geld in die Hand nehmen, um am Immobilienmarkt einzukaufen – Selbstnutzer, die eher Ein- und Zweifamilienhäuser kaufen, sind zurückhaltender.Von einer Rückkehr zu den Verhältnissen vor dem Zinsanstieg kann damit noch keine Rede sein. Das Neugeschäft liegt laut dem Verband weiterhin deutlich unter den Volumina, die vor der Zinswende 2022 erreicht wurden.Vorsichtige PrognoseSo fällt der Ausblick für die zweite Jahreshälfte vorsichtig aus. „Für das zweite Halbjahr ist mit allenfalls leichten Anstiegen des Immobilienfinanzierungsneugeschäfts zu rechnen“, sagt Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des VDP.Immobilien Preisverfall durch Autokrise? Auf eine Stadt trifft das besonders zu Es sei davon auszugehen, dass sich die geopolitischen Unsicherheiten, die Konjunkturschwäche und die weiter angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt auch dämpfend auf die Immobilienfinanzierung auswirkten, sagt der Experte voraus.Umso überraschender ist vor diesem Hintergrund, dass die lange schwächelnden Gewerbeimmobilien deutlich zugelegt haben. Hier stieg das Neugeschäft im ersten Halbjahr um 14,3 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro. Allerdings weist der Verband darauf hin, dass dieser Anstieg von einem im langfristigen Vergleich weiterhin niedrigen Ausgangsniveau erfolgt sei.Handelsgebäude große GewinnerAuffällig ist insbesondere die Finanzierung von Handelsgebäuden. Sie legte in den ersten sechs Monaten 2026 um 40,6 Prozent auf neun Milliarden Euro zu. Der Bereich ist damit im Gewerbesektor der mit Abstand große Gewinner.Auch bei Büroimmobilien stiegen die Darlehenszusagen – um 9,6 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Hotelfinanzierungen wuchsen um 9,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.Die Entwicklung ist allerdings nicht durchweg positiv. Bei Industriegebäuden ging das Neugeschäft um 16,7 Prozent zurück, bei sonstigen gewerblich genutzten Objekten um 5,3 Prozent. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt








