Es sollte ein Vorzeigeprojekt für den Hightech-Standort Sachsen-Anhalt werden: Sioux Technologies wollte in Barleben bei Magdeburg ein Forschungs- und Entwicklungszentrum aufbauen. Rund 20 Millionen Euro Investitionen und bis zu 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze waren angekündigt. Jetzt steht fest: Daraus wird nichts. Das niederländische Unternehmen stellt seine Geschäftstätigkeit ein in der Börde.

Die Entscheidung kommt mehr als drei Jahre nach der ursprünglichen Ansiedlungsankündigung. Sioux Technologies hatte sich im Juli 2023 für Barleben entschieden – damals als erstes größeres Unternehmen, das im Umfeld der geplanten Intel-Chipfabrik nach Sachsen-Anhalt kommen sollte. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), damals Wirtschaftsminister, hatte die Ansiedlung selbst verkündet.

300 Jobs für Ingenieure und andere Fachkräfte geplant

Die Pläne waren ambitioniert: Auf rund 5000 Quadratmetern sollte ein moderner Standort mit Büros, Werkstätten und speziellen Reinraumflächen entstehen. Gesucht werden sollten unter anderem Ingenieure, Softwareentwickler, Physiker, Mechatroniker und Mikromechaniker.

Sioux entwickelt komplexe Hightech-Systeme unter anderem für die Halbleiter-, Medizin- und Mechatronikbranche. Das Unternehmen arbeitet international mit Technologiekonzernen zusammen und entwickelt beispielsweise Komponenten für hochkomplexe Anlagen der Halbleiterindustrie.