Als Chef eines Dax-Konzerns hat man viele Privilegien: Eine außerordentlich gute Bezahlung gehört dazu. Anders als in Unternehmen, die nicht an der Börse notieren, sind die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden allerdings öffentlich. Was regelmäßig zu Diskussionen führt, ob die Millionenzahlungen angemessen sind, die jeder Dax-Chef für seine Arbeit erhält.Wie leicht wäre es da, in Polemik zu verfallen, was in der öffentlichen Debatte immer wieder geschieht. Das „Aktionaersforum“ – eine Plattform, die sich für bessere Finanzkommunikation und moderne Unternehmensführung (Corporate Governance) einsetzt – wählt bewusst einen anderen Weg. Nicht dass Geschäftsführer Arno Balzer mit den Managern und ihren Gehältern weniger hart ins Gericht gehen würde. Im Gegenteil: „Bei einigen Unternehmen lässt sich die Entwicklung der Vorstandsvergütung nur schwer mit dem für Aktionäre geschaffenen Mehrwert in Einklang bringen“, sagt Balzer. Aber er leitet solche Aussagen nicht aus einem Bauchgefühl ab, sondern aus einem nüchternen Blick auf die Zahlen.In einer Auswertung, die der Sonntagszeitung vorliegt, hat sich das „Aktionaersforum“ die Vergütungen der Spitzenmanager genauer angeschaut. Als Grundlage dienen hierbei die Gehaltszahlungen des Jahres 2025, weil nur für dieses Jahr die Vergütungsberichte bereits vollständig vorliegen. Sie halten einige unliebsame Überraschungen für Aktionäre bereit, findet das Forum.