Kartenlesegerät im Café: Trinkgeld ist freiwillig

Für Kaffee und Kuchen, zwei Pizzen zum Mitnehmen oder für das Familienessen im Restaurant: Beim Bezahlen in der Gastronomie geben viele auch ein kleines oder größeres Trinkgeld dazu. Wird die Rechnung per Karte beglichen, zeigen Lesegeräte dafür häufiger gleich eine Vorauswahl an Optionen an: 7 Prozent oder 10 Prozent oder heute mal 20 Prozent? Da schnell etwas anzutippen, versetzt manche Gäste leicht in Stress.

Verbraucherschützer und die Gewerkschaft sehen die Ursache dafür auch in der Gestaltung der Bezahlgeräte. Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie Gäste Trinkgeld ablehnen oder die Höhe selbst festlegen können.« Der Verband setze sich daher für ein Verbot »manipulativer Designtricks« auf europäischer Ebene ein, wie sie auch von Webseiten oder Apps bekannt seien.

Versteckte »Kein Trinkgeld«-Funktion»Bei der Kartenzahlung liegen sie vor, wenn die Option, kein Trinkgeld zu geben, versteckt oder schlechter sichtbar ist«, sagte Pop. Das zielt darauf, dass Felder mit voreingestellten Prozent-Vorschlägen auf den Displays teils größer oder farblich auffälliger dargestellt sind als andere Auswahlmöglichkeiten.