Clemens Fritz durchlebt turbulente Zeiten bei Werder Bremen. Nach einer schwachen Saison, die fast im Abstieg gemündet hätte, muss er ein neues Werder-Team aufbauen. Doch die Mittel an der Weser sind begrenzt. Seinen Kritikern ist das egal. Sie haben den Ex-Profi als Hauptschuldigen der Misere ausgemacht. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur spricht der Sport-Geschäftsführer darüber, wie er mit Kritik umgeht, was er sich von Niclas Füllkrug erhofft und was bis zum 1. September noch passieren soll.Frage: Es war eine anstrengende und nervenaufreibende Saison. Auch jetzt liegt viel Arbeit an. Die wichtigste Frage vorweg: Wie geht es Ihnen?Antwort: Gut, danke der Nachfrage. In dem Job ist das ja normal. Sicher ist es nicht normal, dass die Saison so anstrengend war, das hätten wir uns alle anders vorgestellt. Und nach dem Klassenerhalt ging es dann gleich in die Planung für die neue Saison. Also, mir geht es gut, aber es war natürlich schon ein nahtloser Übergang.Frage: Hatten Sie überhaupt ein bisschen Urlaub?Antwort: Ich war Anfang Juli ein paar Tage weg. Viele Dinge konnte man in dieser etwas ruhigeren Zeit auch per Handy klären. Das hat gut gepasst und auch gut getan.Frage: Nach der enttäuschenden Saison hat sich die Kritik schon sehr auf Sie fokussiert. Was macht das mit Ihnen? Immerhin sind Sie eine Art Werder-Legende, waren Profi, Leiter Scouting, Sportdirektor, jetzt Geschäftsführer und auch Ehrenspielführer ...Antwort: Für konstruktive Kritik bin ich immer offen und empfänglich. Wir befinden uns im Fußball in einem Umfeld, das komplett öffentlich ist und in dem jeder eine Meinung hat. Ich würde behaupten, dass ich - auch aus meiner Erfahrung als Spieler - ganz gut mit Kritik umgehen kann, ein reflektierter Mensch bin und mich auch immer hinterfrage.