Reportage
Stand: 24.08.2026 • 03:41 Uhr
Sein Besuch sollte ein Symbol der deutschen Verbundenheit mit der Ukraine sein. Doch der Krieg und dessen Folgen vor Ort erinnern Bundesaußenminister Wadephul daran, was das Land am Dringendsten braucht: Abwehrraketen.
Es sollte vor allem ein symbolischer Besuch sein, Johann Wadephuls vierte Reise in die Ukraine, seitdem er Außenminister ist. Ein Symbol der Verbundenheit und der Verlässlichkeit, mit dem Ziel, zu Hause in Deutschland möglichst viel Aufmerksamkeit auf den andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine zu lenken. "In dieser historischen Situation, und es ist nicht weniger als eine historische Situation", so seine Mahnung, "müssen wir Deutsche wissen, wo wir stehen." Die Antwort ist für Wadephul klar. An der Seite der Ukraine.
Als er am Freitagabend zu seiner Reise nach Kiew aufbricht, ist ihm klar, dass er nichts im Gepäck hat, vor allem nicht das, was die Ukraine am dringendsten benötigt, wie Präsident Selenskyj immer wieder betont: die Zusage für neue Patriot-Abwehrraketen. Einmal angekommen, kann Wadephul nur immer wieder betonen, dass er mit den Partnern im Gespräch sei, dass er mit neuen Eindrücken von der Reise die Bemühungen intensivieren werde.










