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Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 34/2026.

Wovon würde der Wald erzählen, wenn er könnte? Der Dunst schwebt über dem Boden, es ist ein Morgen im Frühling, es hat geregnet in der Nacht. Würde er von der kurdischen Familie erzählen, die sich wochenlang im Gehölz versteckte? Der Wind rauscht durch die Wipfel. Wenn man den Kopf in den Nacken legt, wiegt sich alles, schwindlig wird einem.

Da, ein Reh. Es spitzt die Ohren, schnell weg hier. Würde der Wald von den Füßen erzählen, aufgeplatzt wie Leder, nachdem sie wochenlang in nassen Schuhen steckten? Von gebrochenen Knochen, weil jemand von der Grenzmauer sprang? Von Fremden, die unter Tannen in Löffelchenstellung schliefen, um nicht noch mehr zu frieren? Der Wald kann freundlich und grausam sein. Er kann dich retten und töten.