Es war ein gefühlt endloses Warten. 99 Tage ist es her, da gewann der 1. FC Union Berlin am letzten Bundesliga-Spieltag der Vorsaison mit 4:0 gegen den FC Augsburg und verabschiedete sich anschließend in die Sommerpause. Trotz XXL-Weltmeisterschaft und XXL-Vorbereitung der Eisernen mit insgesamt elf Testspielen fehlte den Fans vierzehn Wochen ihr Allerheiligstes. Bis zum DFB-Pokalspiel in Braunschweig.Das Erstrunden-Match beim Zweitligisten, der im Gegensatz zu Union schon zwei Pflichtspiele absolviert hatte, war nicht nur für alle Anhänger ein besonderes Spiel. Mauro Lustrinelli hatte dem Tag seit Monaten entgegengefiebert. Das erste Pflichtspiel des neuen Trainers, der im Sommer vom FC Thun nach Berlin gewechselt war, sollte unbedingt den erfolgreichen Startschuss zu einer aufregenden Saison markieren. Der Schweizer soll den Fußball in der Alten Försterei grundlegend verändern. Attraktiver soll es künftig sein, fußballerisch wertvoller als in der Vergangenheit.

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In Braunschweig – so viel sei an dieser Stelle vorwegzunehmen – klappte das teilweise schon ganz gut. Am Ende eines packenden Pokalfights setzten sich die Eisernen mit 4:2 (1:1) durch, ziehen somit in die nächste Runde ein und dürfen sich bestens gewappnet für den Bundesliga-Auftakt in einer Woche gegen Eintracht Frankfurt wissen.Lustrinelli hatte sich in der Startelf für Matheo Raab als Torhüter entschieden, obwohl der 27-Jährige weite Teile der Vorbereitung verpasst hatte. Mit Zeno Van Den Bosch und Emmanuel Latte Lath begannen zwei Neuzugänge, Rani Khedira führte die Mannschaft als Kapitän auf den Platz, weil Routinier Christopher Trimmel rechts in der Viererkette Josip Juranovic den Vortritt lassen musste.