Urs Fischer könnte die Reise bekannt vorgekommen sein, die er vor dem DFB-Pokal-Duell gegen den VfB Krieschow antreten musste. Mit seinem Verein, dem FSV Mainz 05, musste er bei Fünftligist VfB Krieschow antreten. Und der 560 Einwohner kleine Ortsteil von Kolkwitz liegt keine hundert Kilometer entfernt von Fischers altem Einsatzort: dem Stadion An der Alten Försterei. Dem Ort also, an dem er den 1. FC Union Berlin einst in die Champions League führte. Eine ganz so große Bühne erwartete ihn und den FSV Mainz 05 beim 0:9 (0:5) nicht. Im Gegenteil: Nie fand ein Spiel im DFB-Pokal an einem Ort statt, der kleiner ist als Krieschow. Mit der Hilfe von Ehrenamtlichen baute der Dorfklub aber mobile Tribünen auf, werden, dank derer statt 2.000 Fans die doppelte Anzahl Menschen einen Platz finden konnte.

Fischer lässt Krieschower Träume platzen

Sie sahen eine Partie, zu deren Beginn der VfB tatsächlich den Eindruck machte, als könnte Krieschow den Bundesligisten tatsächlich ein wenig ärgern. Im Falle eines Sieges erwartete die Spieler eine Reise nach Mallorca. Und im Brandenburger Landespokalfinale gegen den FC Energie Cottbus hatte Krieschow schon gezeigt, dass der Klub höherklassige Gegner schlagen kann. Diesmal klappte das nicht.