Stand: 23.08.2026 • 16:21 Uhr
Das ukrainische Charkiw liegt nur rund 30 Kilometer von der Front entfernt - häufig steht sie unter russischem Beschuss. Dennoch besuchte Außenminister Wadephul die Millionenstadt. Dabei würdigte er den Widerstandswillen der Bewohner.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat bei seiner Ukraine-Reise die Millionenstadt Charkiw besucht, die nur etwa 30 Kilometer vor der Frontlinie entfernt liegt. Dort sprach er an der Universität mit Studentinnen und Studenten, sah sich ein Kraftwerk an, das bereits sechs Mal von Russland attackiert wurde, und besichtigte ein 2022 zerstörtes Bahn-Depot. Am "Tag der Staatsflagge" nahm der CDU-Politiker zudem an einer Zeremonie an einem der höchsten Fahnenmasten Europas teil, an dem die blau-gelbe Fahne in 101 Metern Höhe weht.
Wadephul würdigte den "unheimlichen Widerstandswillen" der Bewohner der Stadt. Es gebe einen "Geist, der russischen Gewalt zu widerstehen, das Leben aufrechtzuerhalten", sagte er. Diesen Geist sollte man mitnehmen nach Europa.
Charkiw wird regelmäßig mit russischen Raketen und Drohnen angegriffen. Auch während Wadephuls Besuch gab es mehrfach Luftalarm. Die Bevölkerungszahl von etwa 1,4 Millionen Einwohnern hat sich dennoch seit 2022 kaum verändert. Trotz der ständigen Gefahr ist die Industriestadt der erste Anlaufpunkt für viele Binnenflüchtlinge.










