Wer in diesem Jahr einen Apfel vom Baum pflückt, könnte sich über sein Aussehen wundern: Manche Früchte bleiben auffallend klein, andere haben braune Stellen oder sind auf einer Seite von der Sonne geschädigt. Die Apfelernte 2026 fällt besonders in Sachsen-Anhalt und Sachsen voraussichtlich deutlich schwächer aus als im vergangenen Jahr. Doch nicht jeder ungewöhnlich aussehende Apfel ist deshalb gleich unbrauchbar.
Vor allem Hitze und Trockenheit haben den Obstbäumen zugesetzt. Die Früchte können dadurch vorzeitig reifen oder vom Baum fallen, obwohl sie noch nicht ihre normale Größe erreicht haben. Fachleute sprechen in solchen Fällen von Notreife. Gleichzeitig kann intensive Sonneneinstrahlung zu Sonnenbrand auf der Schale führen.
In Sachsen-Anhalt werden in diesem Jahr nach Angaben der Obstbauern rund 13.100 Tonnen Äpfel erwartet. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 17.000 Tonnen. Damit liegt die erwartete Erntemenge rund ein Viertel niedriger. Auch in Sachsen wird mit weniger Äpfeln gerechnet: Dort werden etwa 53.600 Tonnen erwartet, nach rund 58.600 Tonnen im Vorjahr.
Die Äpfel sind kleiner – und die Ernte kommt früher
Für die Obstbauern bedeutet das nicht nur weniger Ertrag. Auch der Ablauf der Ernte verändert sich. Matthias Schulz von der Kelterei Schulz in Diesdorf in der Altmark rechnet mit einem deutlich geringeren Behang als im vergangenen Jahr. Die Ernte könne zudem früher beginnen und kürzer ausfallen.








