Der Fernsehturm auf dem Tempelhofer Feld sah am Samstag etwas traurig aus. Seine aufblasbare Spitze lag schlaff auf dem Asphalt – doch das war schon das Einzige auf dem „Tfeld“-Festival, das bei den rund 25.000 Besucherinnen und Besuchern dystopische Stimmung hätte aufkommen lassen können.Mit dem „Tfeld“ fand erstmals ein genreübergreifendes Festival von Berlin für Berlin statt. Die Veranstalter, Bipolar Berlin, Two Sides GmbH und Goodlive Festivals, hatten sich einiges vorgenommen: Auf fünf Bühnen gab es ein straffes Programm mit Berliner Schwergewichten aus Electro und HipHop.

Auch Musikerin Ceren merkt nach einem melancholischen Song an: „Wir haben sogar den Fernsehturm traurig gemacht.“

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Zwischen Kotti und Riesenrad

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens ließen sich zahlreiche Referenzen an die Hauptstadt entdecken. Das Kottbusser Tor, auf Planen gedruckt, schmückte die HipHop-Mainstage. U-Bahn-Waggons mit Graffiti hingen hinter dem Pult auf der Techno-Bühne. Wer wollte, konnte über einen kleinen Flohmarkt schlendern. Zusätzlich sorgten ein Riesenrad, ein zum Dancefloor umfunktionierter Autoscooter sowie zahlreiche Essens- und Getränkestände für Jahrmarkt-Stimmung.