Was darf’s denn sein? Chrysanthemen, Rosen, Sonnenblumen, Geranien, Tulpen oder vielleicht doch die zarte Birnenblüte? Wer auf die Webseite des Mini-Lädchens in der Pirnaer Altstadt geht, denkt, er ist beim Blumenversand gelandet. Zauberhafte Sträuße in bunten Farben, Ton in Ton, sogar dem eigenen Brautstrauß nachempfunden. Sophie Schwarzenberger kreiert sie alle.

Doch ihre Blüten sind vergänglicher als die der Natur und werden ab September auch deutschlandweit in Kühlboxen verschickt. Denn Sophies Sträuße sind essbar, ihre Bouquets entstehen in der Rührschüssel. Es ist eine Geschäftsidee, die der gebürtigen Brandenburgerin bei ihrer Ausbildung in Sachsen kam. Und für die sie ihr Arbeitsleben noch einmal völlig umkrempelte und ins volle Risiko ging.

Das Vorurteil über die Generation Z, also die Geburtsjahrgänge 1995 bis 2010, die angeblich immer viel fordert, aber wenig leisten will, trifft so gar nicht auf Sophie zu. Sie ist das beste Gegenbeispiel, das mittlerweile auch die Statistiken belegen. „Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen vielmehr, dass die Erwerbsbeteiligung junger Menschen heute auf dem höchsten Niveau seit Jahrzehnten liegt“, schreiben die Volkswirtschaftler Timon Hellwagner und Wirtschaftswissenschaftler Enzo Weber im IAB-Forum.