PfadnavigationHomeRegionalesHessenHütter zwischen Eintracht-Euphorie und RealitätStand: 10:51 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem Pokal-Kantersieg feiert die Eintracht mit den Fans. Quelle: Federico Gambarini/dpaAdi Hütter gelingt der Pflichtspielauftakt mit einem historischen Ergebnis. Doch der Trainer-Rückkehrer weiß, dass auf seine Eintracht in der Bundesliga eine deutlich größere Herausforderung wartet.Für Adi Hütter war der Ausflug in die Krefelder Grotenburg nicht nur erfolgreich, sondern auch emotional. Rund 6.000 mitgereiste Anhänger der Eintracht verwandelten das Stadion bereits vor Anpfiff mit ihrer Choreo in ein schwarz-rotes Meer und sorgten beim Trainer-Rückkehrer im Auswärtsspiel gegen SC St. Tönis für melancholische Gefühle. «Ich habe das vermisst», sagte Hütter nach dem 11:0-Pokal-Erstrunden-Erfolg beim Fünftligisten.Doch der 56 Jahre alte Trainer weiß selbst ganz genau, dass seine Mannschaft nach einer enttäuschenden Vorsaison und einer durchaus turbulenteren Vorbereitung auf die neue Spielzeit auch künftig mit attraktiven Auftritten dafür sorgen muss, dass die Euphorie anhält. «Wenn wir schönen Fußball spielen, werden wir das Stadion wieder anzünden», betonte Hütter, der seine bis dato letzte Partie auf der Trainerbank der Frankfurter in Corona-Zeiten erlebt hatte.Auf den Kantersieg folgt der Bundesliga-HärtetestIm Vergleich zum «rabenschwarzen Tag» bei der desaströsen 0:7-Niederlage gegen den FC Brentford im letzten Testspiel habe sich sein Team in der Pokal-Partie gegen die Amateure «präsentiert, wie sich eine Bundesliga-Mannschaft präsentieren soll», lobte Hütter. Balsam auf die Frankfurter Seele dürften auch die Worte von St. Tönis-Trainer Bekim Kastrati gewesen sein, der die Eintracht als «brutal stark» bezeichnete und von «unfassbarer Qualität» sprach.Dennoch wollte Hütter aus dem höchsten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte mit dem Wissen um die noch bevorstehenden Herausforderungen keine voreiligen Schlüsse ziehen. «Wo wir dann genau stehen, werden wir in den nächsten Monaten sehen. Ich glaube, die Mannschaft ist auf einem guten Weg», bilanzierte er und betonte mit Blick auf den Ligastart kommenden Samstag in der Hauptstadt: «Gegen Union Berlin wird es ein ganz anderes Spiel.»Was bis dahin noch am Main passiert, bleibt abzuwarten. Vor allem im Kader gibt es einige Fragezeichen. Während Ritsu Doan und Hugo Larsson wegen muskulärer Beschwerden fehlten, hatte Hütter Arthur Theate, Niels Nkounkou und Elye Wahi aus dem Kader gestrichen. «Wir haben sie nicht mitgenommen, weil ich mich auf die Spieler konzentriere, mit denen ich plane. In meinen Planungen spielen die Spieler eine Rolle, die hier bleiben», machte er klar.Wer steht bei Union Berlin im Tor?Wer noch kommt und geht ist ebenso offen wie die Torhüterfrage. Ob Kauã Santos nach seinem Pokaleinsatz mit überschaubaren Aufgaben auch in Berlin zwischen den Pfosten steht, ließ Hütter offen. «Er hat heute im Tor gespielt und wie es nächste Woche in Berlin aussieht, kann ich heute noch nicht sagen», so der Trainer. Die Wunschlösung der Frankfurter soll indes weiterhin die Verpflichtung von Keeper Noah Atubolu vom Ligarivalen SC Freiburg sein.Daher machte Hütter auch kein Geheimnis daraus, dass er sich durchaus noch Veränderungen im Kader wünscht. «Ich bin grundsätzlich mit dem Kader, der bis jetzt da ist, zufrieden. Aber so lange das Transferfenster noch offen hat, werden wir unsere Augen natürlich offen halten. Ich bin zuversichtlich», betonte er. Ob sein aktueller Kader auch in der Bundesliga für Euphorie und die von ihm so vermisste Stimmung auf den Rängen sorgen kann, wird sich zeigen.dpa-infocom GmbH