Dem US-Flugzeugbauer Boeing drohen ein Streik seiner Ingenieure und Techniker und damit womöglich weitere Verzögerungen bei der Zulassung neuer Maschinen. „Wir haben keine andere Wahl, als unseren Notfallplan umzusetzen“, sagte Boeing-Manager Ben Nimmergut. Zuvor hatten die rund 17 000 Mitglieder der Gewerkschaft SPEEA am Freitag ein Vertragsangebot abgelehnt und mit nahezu 90-prozentiger Mehrheit einem Streik zugestimmt. Dieser soll am 6. Oktober beginnen, wenn die bisher gültige Vereinbarung mit den Arbeitgebern ausläuft.Ein Ausstand würde die Zertifizierung der Modelle 737 Max 10 und 777-9, deren Zulassung sich bereits um mehrere Jahre verzögert hat, erneut nach hinten schieben. Grund für die Ablehnung sind der Gewerkschaft zufolge unzureichende Lohnerhöhungen, die die hohe Teuerung ihrer Ansicht nach nicht ausgleichen. Boeing will jährliche Inflationsanpassungen bei drei Prozent kappen, zuletzt betrug die Inflation in der Region Seattle jedoch 4,5 Prozent.Der letzte Streik der Boeing-Ingenieure ist lange her. Die Mitglieder von SPEEA hatten zuletzt im Jahr 2000 40 Tage lang die Arbeit niedergelegt.
Boeing-Ingenieure wollen streiken
Für Boeing ist das misslich – ein Ausstand könnte die Zertifizierung zweier Modelle verzögern, die ohnehin schon zu spät kommen.






