Der Nachbarschaftsstreit zwischen den USA und Kanada eskaliert, mit unabsehbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen: Mehr als 200 US-Konzerne fordern neue Verhandlungen. Doch nach Deeskalation sieht es nicht aus.

23.08.2026, 05.11 Uhr

Donald Trump (l.) und Mark Carney (im September 2025)

Eigentlich schien eine Einigung schon greifbar. Doch kurz vor einem gütlichen Abschluss sind die Handels- und Zollgespräche zwischen den USA und Kanada völlig aus dem Ruder gelaufen. Nun droht ein neuer Handelskrieg zwischen den nordamerikanischen Nachbarn (mehr dazu hier). Die möglichen Folgen dieser Eskalation alarmieren auch die einflussreiche US-Managervereinigung Business Roundtable.

Die Gruppe hat die Regierungen in Washington und Ottawa im Zollstreit zwischen den beiden Nachbarländern zu neuen Gesprächen aufgerufen. Die neuen Zölle drohten die Kosten für US-Unternehmen in die Höhe zu treiben, erklärte die Lobbygruppe, in der die Chefs von rund 200 großen Konzernen zusammengeschlossen sind, am Samstag (Ortszeit). Auch Verbraucher würden getroffen.Nach dem Scheitern der Verhandlungen waren am Samstag neue US-Zölle auf kanadische Produkte in Kraft getreten. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gab das Scheitern der Verhandlungen in der Nacht unmittelbar vor dem Ablauf einer von Präsident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte Gegenzölle an.