Solingen (dpa/lnw) - Der Gedenkstein „lebt“: „Da ist immer mal wieder eine neue Lampe, eine neue Kerze, ein neuer Blumenstrauß“, beschreibt Ilka Werner, Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises. Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag in Solingen mit drei Toten und vielen Verletzten wird heute an dieser Stelle vor der Stadtkirche an die Opfer erinnert mit Worten, Kerzen und Musik. Zur Tatzeit 21.37 Uhr ist eine Schweigeminute geplant.

Der Anschlag ereignete sich beim Fest 650 Jahre Stadtrecht Solingen am 23. August 2024. Während eines Konzertes auf dem Platz Fronhof in der Innenstadt drängt der Täter durch die Reihen und sticht mit einem Messer auf Zuschauer ein. Unter den Opfern ist eine Frau, die eben noch fröhlich tanzte. Wenig später stirbt sie in den Armen ihres schwer verletzten Mannes. Verletzte und weitere Augenzeugen haben so die dramatischen Ereignisse vor Gericht geschildert.

Am Tag nach dem Anschlag stehen Zelte von Polizei und Feuerwehr am Tatort vor der Bühne auf dem Fronhof in der Solinger Innenstadt. (Archivbild)

Christoph Reichwein/dpa

Bei Anschlägen kommen Erinnerungen hoch