Kremlchef Wladimir Putin hat nach den massiven ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland Kyjiw mit einer harten Antwort Moskaus gedroht. Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die »Büchse der Pandora« geöffnet – also ein Quell des Unheils –, sagte Putin in seinem ersten Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen seit Beginn der Angriffe vor einigen Wochen. Kyjiw habe nun selbst den »Geist aus der Flasche« gelassen.»Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr«, sagt er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, härter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: »Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen.« Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte.
Kremlchef räumt Schäden ein und will nun Kyjiws Wirtschaft treffenSchon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer häufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt – in dem Wissen, dass das Land kaum noch Abfangraketen hat, um sich dagegen zu wehren. Diese Schläge, bei denen so viele Zivilisten getötet wurden wie seit Langem nicht, bezeichnete Putin als passend und effektiv. Sie hätten den russischen Soldaten an der Front geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen, behauptete er.






