Wider die öde Konformität und ein Appell an die eigene Szene. Eine Neuauflage rückt Punk-Artefakte der amerikanischen Westküste ins Bild.

American Hardcore, „The Circle Jerks“ auf der Bühne

Sony Pictures/Everett Collection/imago

A lles an diesem Buch ist inconvenient. Manche Textpassagen lassen sich ohne Lesebrille kaum entziffern, andere sind grell in Rot auf Schwarz gedruckt oder derart über die Seiten verteilt, dass man kaum weiß, wo der eine Text aufhört oder ein anderer schon wieder anfängt. Es gibt keinen ordentlich sortierten Überblick, keine neu hinzugefügten Essays, die im Rückblick noch einmal einordnen helfen, warum man sich heute wieder dafür interessieren sollte.

Vor 25 Jahren erschien „Fucked Up + Photocopied“ zum ersten Mal in Buchform. Jetzt hat Ginkgo Press die Sammlung visueller Punk-Artefakte der US-Westküste in einer Neuauflage herausgebracht. Dem eher konventionellen Cover zum Trotz gibt es viel zu entdecken, das Freude macht.