Köln (dpa) - Der 1. FC Nürnberg hat seine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals erst im Nachsitzen und mit einer Menge Dusel gelöst. Der Zweitliga-Spitzenreiter setzte sich im Elfmeterschießen mit 5:4 beim Drittligisten Viktoria Köln durch. In den Duellen vom Punkt zeigte FCN-Kapitän Jan Reichert zweimal seine Klasse. Der Schlussmann parierte die Schüsse von Pascal Fallmann und Niklas Jahn. Auch zwei Nürnberger Schützen verschossen, was aber am Ende keine Rolle spielte. Nach 90 Minuten und nach der Verlängerung stand es zuvor 1:1.Mittelstürmer Piet Scobel (57. Minute) erzielte für eine lange Zeit harmlose Nürnberger Mannschaft das Führungstor. Aber Meiko Sponsel (90.+6) rettete die Kölner mit seinem ganz späten Tor in die Verlängerung. Da dort keine weiteren Treffer fielen, ging es ins Elfmeterschießen. Dort hatten die Franken am Ende die besseren Nerven und verhinderten ein weiteres Erstrunden-Aus wie im Vorjahr, als sie noch gegen den Fünftligisten FV Illertissen - übrigens ebenfalls im Elfmeterschießen - gescheitert waren.Viel Mühe für Klose-ElfAber auch diesmal hatte der Zweitliga-Tabellenführer sehr viel Mühe, denn die Kölner agierten durchgängig mutig und forsch. Dass Nürnberg lange ohne Gegentor geblieben war, lag neben der mangelhaften Chancenverwertung der Hausherren an einigen weiteren Paraden von Torhüter Reichert.Auf der anderen Seite nutzten die Gäste nach knapp einer Stunde ihre erste nennenswerte Möglichkeit eiskalt. Kölns Abwehr konnte den Ball im Strafraum nicht kontrollieren, Scobel war zur Stelle. Den Vorsprung brachte die Klose-Elf jedoch nicht über die Zeit, weil Kölns Außenverteidiger Sponsel ganz spät den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie drückte. Im Elfmeterschießen konnten die Gäste trotz der Fehlschüsse von Giannis Masouras und Javier Fernandez jubeln. Beide schossen über das Tor. Köln verzeichnete drei Fehlschützen.© dpa-infocom, dpa:260822-930-568237/1