Mein erster Eindruck: Die ist ja süß. Trotz ihres klobigen Designs wirkt die Honda WN7 fast zierlich, wenn man draufsitzt. Dabei ist sie mit 217 Kilogramm objektiv betrachtet durchaus kein Leichtgewicht. Aber der Vergleich mit anderen E-Motorrädern wie der Zero SR/S oder der Livewire One verschiebt halt die Maßstäbe.Anzeige
Beim Fahren bestätigt sich die gefühlte Leichtigkeit. Mühelos lässt sich die Honda über die Landstraßen am Steinhuder Meer scheuchen. Sattel und Sitzposition sind bequem, die Federung ist allerdings von der härteren Sorte. Beim Beschleunigen zieht einem die WN7 zwar nicht ganz so die Arme lang wie andere E-Bikes, und ab 100 Kilometer pro Stunde wird’s etwas zäh. Aber auf kleinen Straßen macht das Maschinchen zweifellos Laune.
Honda WN7 zwischen Stadtroller und Tourenmaschine
Mit der WN7 hat sich Honda zwischen sämtliche Sättel gesetzt. Einerseits wird sie vor allem als Motorrad für die Stadt, für Pendler, für Neu- und Wiedereinsteiger beworben. Als 11-kW-Version wildert sie im Revier elektrischer Motorroller wie dem BMW C04 oder dem Zero LS1. Und der Akku mit gerade einmal 9,3 kWh lädt nicht zu größeren Touren ein.Anzeige
Andererseits gibt es sie auch in einer offenen Version mit 18 Kilowatt (kW) Dauerleistung, die nur mit „richtigem“ Motorradführerschein bewegt werden darf. Zudem bietet sie eine Gleichstrom-Schnellladung über den Autostandard CCS. Das kann sonst nur die deutlich wuchtigere Livewire One. Wird sie damit doch für längere Strecken interessant?






