Im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada werden nun doch neue Zölle erhoben. Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte in der Nacht zum Samstag, die Verhandlungen mit Washington seien ausgesetzt worden.Die USA wollten demnach kanadische Waren im Wert von rund 28 Milliarden US-Dollar mit Zöllen von 50 Prozent belegen. Kanada werde die Maßnahmen in gleicher Höhe erwidern, um Beschäftigte und Unternehmen zu schützen, schrieb Carney.
Strafzahlungen auf Wein, Hockeyschläger, Möbel und MilchprodukteDer US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer bestätigte das Scheitern der Gespräche. Kanada habe sich geweigert, das Abkommen zu den vereinbarten Bedingungen abzuschließen, zitierte ihn die Plattform »Politico«. Zusätzliche Forderungen hätten das in den vergangenen Tagen erzielte Gleichgewicht wieder infrage gestellt.Die USA hatten am 20. Juli Zölle von 50 Prozent unter anderem auf Wein, Hockeyschläger, Möbel und Milchprodukte aus Kanada angekündigt. Sie sollten nach 30 Tagen in Kraft treten. Diese Frist ist nun ebenso abgelaufen wie eine erst vor wenigen Tagen verkündete Verlängerung.
Carney teilte zudem mit, er habe die kanadischen Unterhändler angewiesen, nach Ottawa zurückzukehren. Sie hätten bis zuletzt hart an einem Abkommen gearbeitet. Die kurzfristigen Änderungen an den von den USA vorgeschlagenen Bedingungen seien jedoch unfair und wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen.












