Kurz nach halb acht betritt der 74-Jährige in Begleitung seiner Band elegant die Waldbühne. In einem schicken, dunkelblauen Anzug, darunter ein weißes Hemd, leicht aufgeknöpft, der Jubel, der ihn begleitet, selbstverständlich! Roland Kaiser legt los und gibt vor: Mit „Gegen die Liebe kommt man nicht an“ eröffnet er den Schlager-Abend am Samstag vor 22.000 Menschen in der Waldbühne. Und gefühlt alle singen mit! Die Zuschauer, von denen fast die Hälfte eine pinke, glitzernde Krone trägt, hält es kaum noch auf den Sitzen. „Es ist immer etwas ganz Besonderes, in meiner Heimatstadt auf der Bühne zu stehen", sagt Kaiser im Anschluss.
Aus Wedding wird Waldbühne
Der Schlagerstar wurde 1952 in West-Berlin geboren und wuchs im Wedding auf. Über seine Kindheit in dem Westberliner Bezirk sagte er der Berliner Zeitung einmal, es sei eine raue, aber herzliche Zeit gewesen. 1974 veröffentlichte er seine ersten Produktionen, und nach einigen Anlaufschwierigkeiten erreichte Kaiser mit „Sieben Fässer Wein“ seinen ersten Hit. Da war er 25. Fast 50 Jahre später - jetzt -, ist eigentlich nur die Zeit vergangen; die gute Stimmung ist geblieben. Seinen ersten Hit singt er auch an diesem Abend, kurz nachdem er den Menschen in der Waldbühne ein Konzert voller inspirierender und gefühlsreicher Momente wünscht. Apropos „Gegen die Liebe kommt man nicht an.“ Es ist auch so: „Liebe kann uns retten.“






