PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätGroßeinsatz in Schweden„Ganzer Arm war voller Blut“ – mindestens ein Toter nach Schwert-Attacke an SchuleStand: 21:46 UhrLesedauer: 3 MinutenSpezialeinsatzkräfte am Tatort in Fagersta, SchwedenQuelle: FREDRIK SANDBERG/AFPEin Mann ist in Schweden in eine Schule eingedrungen und hat Menschen mit einem Schwert attackiert. Dabei ist laut Polizei eine Person gestorben. Weitere wurden verletzt.Schock kurz nach den Sommerferien: An einer Schule in Schweden hat eine Person mit einem Schwert einen Menschen getötet und drei weitere verletzt. Der Tote sei gefunden worden, nachdem die Polizei die Schule betreten und den Angreifer angeschossen und festgenommen habe, sagte der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson am Freitag bei einer Pressekonferenz.Zu dem Vorfall kam es in der Stadt Fagersta nordwestlich von Stockholm. Der mutmaßliche Täter befindet sich nach Angaben der Kommune in Polizeigewahrsam. Laut Medienberichten hat die Polizei dem Angreifer ins Bein geschossen. Informationen des schwedischen Rundfunks zufolge soll es sich bei dem Angreifer um einen 18 Jahre alten früheren Schüler der weiterführenden Schule handeln.„Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen“, sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk am Freitagabend. Eine weitere Person werde mit leichten Verletzungen behandelt.Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. „Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!“ Plötzlich seien alle gerannt. „Ich fühle mich nicht sicher“, sagte ein anderer Schüler. „Und ich bin traurig.“ Der Alarm war um 14.00 Uhr eingegangen. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Polizei durchsuchte das Gebäude, befragte Zeugen und führte eine technische Untersuchung durch. „Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT. Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Lesen Sie auchBesorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. „Man ist unruhig“, sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin. Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht. Gegen 18 Uhr gab die Kommune Entwarnung. Eltern könnten ihre Kinder nun abholen, hieß es in einer Mitteilung. Auch in anderen Kindergärten und Schulen in der Umgebung hatten Kinder aus Sicherheitsgründen zunächst bleiben müssen. Lesen Sie auchDer schwedische Premierminister Ulf Kristersson schrieb auf X, er bitte alle, die Polizei und die Rettungskräfte ihre Arbeit machen zu lassen. „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen“, fügte er hinzu.Auch die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, kommentierte den Vorfall. Bei der Plattform X schrieb sie: „Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind.“ Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta.Bei der Schule handelt es sich den Angaben zufolge um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta.Nach Angaben der schwedischen Zentralen Rettungsleitstelle ereignete sich im Zusammenhang mit dem Einsatz zudem ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos in der Nähe der Schule. lfb/lay mit AFP/dpa