In der nordöstlichen Großstadt Sumy nahe der Frontlinie bestimmen russische Drohnenangriffe den Tagesablauf der Menschen.
Ein Ort des Schreckens und Gedenkens: Ein zerstörtes Auto in Sumy nach einem russischen Drohenenangriff
Anna Klochko
Mitten im Stadtzentrum von Sumy steht seit einigen Tagen ein durch eine Explosion völlig zerstörter und ausgebrannter Wagen. Im Innenraum und neben dem Fahrzeug stehen und liegen Kränze, Blumensträuße, Gedenkkerzen und Grablichter – jeden Tag werden es mehr. Immer wieder bleiben Menschen an dem Wagen stehen und verharren dort schweigend einige Minuten.
Am Abend des 15. August hatte eine russische FPV-Drohne das Fahrzeug angegriffen. Dabei kam Mykola Myronow ums Leben, ein 59-jähriger leitender Mitarbeiter des Energieunternehmens Ukrenergo. Seine Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Das Ehepaar war an jenem Abend unterwegs, um Einkäufe zu machen. In der Stadt waren die beiden als Tierschützer bekannt, sie hatten rund fünfzig Tiere bei sich aufgenommen. Nun ist auch das Schicksal ihrer Schützlinge ungewiss.
















