Fünf EU-Staaten, darunter Deutschland, arbeiten seit Monaten an Migrationsabkommen mit afrikanischen Staaten. Nächste Woche wird es nach Informationen von SPIEGEL und »Report Mainz« konkret.

21.08.2026, 18.50 Uhr

Migranten auf dem Mittelmeer: Deutschland, Österreich, Griechenland, Dänemark und die Niederlande wollen Gespräche mit Ruanda führen

Die Bundesregierung und vier weitere EU-Länder verhandeln mit Ruanda über die Einrichtung von Zentren für die Rückführung abgelehnter Asylsuchender. Nach Informationen des SPIEGEL und des ARD-Magazins »Report Mainz« wird kommende Woche eine Delegation europäischer Regierungen nach Ruanda reisen, um über sogenannte Return Hubs in dem afrikanischen Land zu beraten.

Die Reise geht auf eine Gruppe von Staaten zurück, die sich selbst auch »die Umsetzer« nennen. Neben Deutschland gehören ihr Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande an. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Partner zu finden. Auch Italien bekundete in den vergangenen Wochen Interesse an einem entsprechenden Deal mit Ruanda.Das Europäische Parlament hatte im Juni einer neuen EU-Rückführungsverordnung zugestimmt: Sie schafft die rechtliche Grundlage für »Return Hubs« in Drittstaaten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte danach angekündigt, er halte erste Abkommen noch in diesem Jahr für möglich. Errichten lassen sich die Zentren aber nur, wenn ein Drittstaat mitmacht.