Eugen Block sagte am Morgen beim Betreten des Gerichtsgebäudes in Sonderburg, er wünsche sich »natürlich« seine Enkelkinder zurück. Hensel, der in Begleitung seiner neuen Frau Astrid Have erschien, äußerte sich zunächst nicht.Verfahren gegen Eugen Block wurde eingestelltBeide Seiten hatten bestätigt, dass es in dem Rechtsstreit um das Umgangsrecht gehe. Das Gericht machte dazu keine Angaben, auch nicht zum Zeitpunkt eines möglichen Urteils. Hensel sagte der Nachrichtenagentur dpa nach dem Termin jedoch, das Gericht wolle am 18. September ein Urteil verkünden.

Die Kinder, die inzwischen 12 und 15 Jahre alt sind, mussten sich nach Angaben von Hensel in dem Prozess nicht erneut äußern. Sie hätten bereits mehrfach bekundet, dass sie keinen Kontakt zur Familie ihrer Mutter wollten. Als Vater könne er eine Kontaktaufnahme aber gar nicht verhindern.Zugleich sagte Hensel mit Blick auf Eugen Block: »Ich kann ihn nicht an die Kinder heranlassen.« Er müsse erst das an seinen Kindern verübte Verbrechen anerkennen, zur Aufklärung beitragen und Reue zeigen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte nach der Entführung zunächst auch gegen den Großvater ermittelt, das Verfahren aber eingestellt.

Eugen Block ließ nach dem Gerichtstermin mitteilen: »In den vergangenen fünf Jahren wurde mir jeder Kontakt zu meinen Enkelkindern in Dänemark verwehrt. Das ist für mich als Großvater zutiefst traurig.« In der Mitteilung hieß es weiter: »Gleichzeitig spüre ich, dass meinen Enkelkindern dadurch ein Stück ihres Lebens und ihrer eigenen Familiengeschichte genommen wurde.«