Die Deutsche Bahn hat sich zwei Rahmenverträge für die Softwarepflege und -entwicklung der ICE-1-Baureihe bis Ende 2038 gesichert. Damit will der Betreiber sicherstellen, dass die betagten Züge noch bis ins Jahr 2040 sicher durch Deutschland rollen. Zu dem Zeitpunkt wird die zugrundeliegende Zugbaureihe 401 mindestens 47 Jahre alt sein – bis 1993 wurden diese Triebköpfe und die zugehörigen Mittelwagen gebaut.
Dass die Firma Alstom Transportation Germany GmbH den Zuschlag bekommt, stand vorab fest, dennoch gab es einen Vergabeprozess und das Staatsunternehmen musste Details dazu veröffentlichen. Konkret, so geht es aus der Bekanntmachung 574777-2026 auf der europäischen Vergabeplattform Ted hervor, hat die DB Fernverkehr AG Rahmenverträge für Softwarepflege und -erstellung der Systeme DAVID, ZEUS und ZSG mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2038 im Verhandlungsverfahren ohne Wettbewerb vergeben.
Die Abkürzung DAVID steht für „Diagnose-, Aufrüst- und Vorbereitungsdienst mit integrierter Displaysteuerung“, eine in den Neunzigern wegweisende Technik. Ein abgestellter ICE 1 konnte bereits automatisch vorbereitet werden, bevor der Lokführer seinen Dienst begann. Der fand einen betriebsbereiten und klimatisierten Zug vor. Das Softwaregegenstück, das die Mittelwagen mit den Triebwagen verbindet, heißt ZEUS („Zentrale Einrichtung zur Überwachung und Steuerung“). Die dritte Komponente, für die der Rahmenvertrag abgeschlossen wird, ist das Zugsteuergerät (ZSG).






