In der Premier League zeichnet sich eine unberechenbare Saison ab – das liegt am Abgang von Pep Guardiola und vielen anderen TrainerwechselnIn der englischen Fussballliga sortiert sich das Feld gerade neu. Am Freitag startet die neue Saison. Aussichtsreichster Kandidat ist der Titelverteidiger Arsenal.Sven Haist, London21.08.2026, 16.19 Uhr3 LeseminutenGeht als Favorit in die Premier-League-Saison: der Arsenal-Trainer Mikel Arteta.Andrew Couldridge / REUTERSVor einer Woche begann für Manchester City eine neue Ära: Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt stand Josep Guardiola bei einem Pflichtspiel nicht mehr als Trainer an der Seitenlinie. Ganz verschwunden war der Katalane trotz seinem Rücktritt nicht. Bei der 0:3-Niederlage des FA-Cup-Siegers gegen den Meister Arsenal im englischen Supercup hielt ein City-Anhänger ein Plakat hoch, das an Guardiola erinnerte: «We miss you Pep» – wir vermissen dich.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Während dies den Gemütszustand in Manchester spiegelt, hält sich die Trauer bei allen anderen Klubs der Premier League in Grenzen. Gemeinsam mit seinem Rivalen Jürgen Klopp, der den Liverpool FC vor zwei Jahren verlassen hatte, dominierte – oder besser: tyrannisierte – Guardiola mit seinen Mannschaften die Liga. Die lange chancenlose Konkurrenz wittert deshalb jetzt, ohne Guardiola und Klopp, ihre Chance.Zum Start dieser Premier-League-Saison an diesem Wochenende sortiert sich das sportliche Feld neu. Die obligatorischen Favoriten Manchester City und Liverpool gibt es nicht mehr, auch wenn beide Vereine weiterhin zu den Titelanwärtern zählen. Stattdessen geht der Titelverteidiger Arsenal, das die Phalanx von City und Liverpool – die zuvor acht Meisterschaften unter sich aufgeteilt hatten – durchbrochen hat, diesmal als Spitzenkandidat ins Rennen.Dahinter hofft Manchester United, nach langer Abstinenz wieder ein ernsthafter Herausforderer zu sein, bestärkt durch die Tabelle der vergangenen Rückrunde. Da belegte der Klub den ersten Platz. Zudem könnten der Chelsea FC und das in der Vorsaison fast abgestiegene Tottenham Hotspur für Überraschungen sorgen. Die beiden Londoner Klubs haben bislang am meisten Geld für neue Spieler investiert: Chelsea 375 Millionen Franken, Tottenham 250 Millionen.Noch nie erhielten die Trainer so wenig ZeitDie Ungewissheit resultiert auch daraus, dass neun Vereine der Premier League mit neuen Trainern die Saison aufnehmen – so viele wie seit achtzig Jahren nicht mehr. Die durchschnittliche Verweildauer der vorhandenen Erstligatrainer bei ihren Klubs ist auf einem historischen Tiefstand: Mehr als die Hälfte der Coaches ist weniger als zwölf Monate im Amt.Mitverantwortlich dafür sind in diesem Jahr die historischen «Top Six» der Liga. Drei dieser Vereine, Manchester City, Liverpool und Chelsea, haben neue Trainer: Enzo Maresca folgte auf Guardiola in Manchester, Andoni Iraola beerbte den entlassenen Arne Slot in Liverpool, und Chelsea verpflichtete Xabi Alonso.Auch Manchester Uniteds Michael Carrick und Tottenhams Roberto De Zerbi sind noch nicht wesentlich länger im Dienst: Carrick wurde im Januar als Interimslösung eingestellt, ehe er zum Cheftrainer befördert wurde, De Zerbi übernahm Ende März. Am meisten betroffen sind die heimischen Trainer. Nur noch drei Engländer – Michael Carrick (Manchester United), Frank Lampard (Coventry City) und Gary O’Neil (Ipswich) – sind bei Premier-League-Vereinen tätig; Lampard und O’Neil zudem bei Aufsteigern.Mehr baskische als englische TrainerEine so niedrige Zahl gab es sonst lediglich in den vergangenen beiden Spielzeiten. Sogar das Baskenland ist in dieser Runde mit vier Trainern – Arteta, Alonso, Iraola und Aston Villas Unai Emery – stärker vertreten. Inzwischen stammen drei Viertel der Coaches aus Kontinentaleuropa, zudem zwei aus Schottland und Irland.Mit den neuen Kollegen muss sich Josep Guardiola nicht mehr auseinandersetzen. Er kündigte an, zunächst eine Weile abzuschalten und sich in anderen Dingen ausserhalb des Fussballs wiederfinden zu wollen. Immerhin für Manchester City erklärte sich Guardiola bereit, seinen Nachfolger Enzo Maresca in jeder Hinsicht zu unterstützen – und dem Klub als Fan erhalten zu bleiben.Passend zum Artikel
Start in der Premier League: eine unberechenbare Saison zeichnet sich ab
In der englischen Fussballliga sortiert sich das Feld gerade neu. Am Freitag startet die neue Saison. Aussichtsreichster Kandidat ist der Titelverteidiger Arsenal.











