Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt setzen die Grünen im Wahlkampfendspurt voll auf die Verhinderung einer AfD-Regierung. „Was gegen Nazis an der Macht: Zweitstimme Grün“ steht auf dem neuen Schlussmotiv, das die Partei am Freitag vorgestellt hat.

Auf den 300 mobilen Großflächen im Land wird das bisherige Motiv mit Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz und dem Spruch „Politik für morgen, nicht von gestern“ durch das neue Plakat ersetzt. Sie spricht von einer „bewussten Zuspitzung“.

In Umfragen liegen die Grünen um die Fünf-Prozent-Marke. Genau daraus machen sie nun ihr zentrales Argument: Scheitern andere Parteien an der Hürde, braucht die AfD weniger Stimmen für eine absolute Mehrheit der Sitze. „Sind wir drin, regiert er nicht, sind wir raus, kann er regieren“, sagte Sziborra-Seidlitz mit Blick auf AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.

Grüne raten bei der Erststimme teils von sich selbst ab

Inhaltliche Themen sollen deshalb nicht verschwinden. Auf der Rückseite der neuen Plakate bleibt etwa der bisherige Slogan „Klima bleibt Thema“ stehen. Für die Schlussphase des Wahlkampfs rückt die Partei aber das strategische Wählen in den Mittelpunkt.