Eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands steht still: Ab Freitagabend sperrt die Deutsche Bahn die Verbindung zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Köln-Mülheim für Bauarbeiten. Betroffen sind nicht nur Reisende, sondern auch Zehntausende Berufspendler.
Zwei Wochen lang, bis zum vierten September, dürfen keine Fern-, Regional- oder Güterzüge über die Trasse fahren. Die S-Bahn-Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen bleibt noch drei Monate länger gesperrt, bis zum 4. Dezember.Fernzüge zwischen Köln und Düsseldorf/Duisburg/Dortmund werden umgeleitet, dadurch fallen ICE-Halte auch im Ruhrgebiet aus. Besonders stark trifft es Duisburg und Oberhausen: Dort halten nach den Planungen der Bahn während der Bauarbeiten bis auf wenige Ausnahmen nachts oder in Randzeiten gar keine Fernzüge mehr. Die Bahn musste ihren Ersatzfahrplan kurzfristig ändern, weil eine auf der Alternativroute Köln-Wuppertal-Dortmund liegende Brücke über die Wupper bei Opladen repariert werden muss. Dass die Brücke beschädigt ist, fiel erst im Juli auf – als eine sechsmonatige Sperrung dieser Strecke für Sanierungsarbeiten endete.
Nachholbedarf in NRWAuch im Nahverkehr entfallen unter anderem die Verbindungen der Linien RE 5 und S 6 zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim. Für mehrere Verbindungen gibt es Ersatzbusse. Die Regionalexpress-Linie RE 1 wird über Neuss umgeleitet, mehrere Halte zwischen Düsseldorf und Köln entfallen.Die Bahn hat in Nordrhein-Westfalen weiterhin enormen Nachholbedarf an ihren Schienenverbindungen. »Aktuell ist die Infrastruktur zu alt, zu voll und zu störanfällig, das gilt insbesondere auch für Nordrhein-Westfalen«, teilte der NRW-Generalbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Jens Gräfer, kürzlich im Verkehrsausschuss des Landtages mit.






