Kurz vor der Landtagswahl kritisieren Linke und Grüne Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) für die weiterhin kurzen Verträge studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte an Sachsen-Anhalts Universitäten. „Die Landesregierung verhält sich vertragsbrüchig“, sagt der Linke-Hochschulpolitiker Hendrik Lange dieser Zeitung. Auch die Grünen fordern längere Verträge.

Willingmann verteidigt dagegen die Möglichkeit kürzerer Laufzeiten. „Ich selbst bin ein großer Fan davon, die Erstbefristung auf zwölf Monate zu legen, aber ich halte auch gar nichts davon, dass das immer zwölf Monate sein müssen“, sagte der SPD-Spitzenkandidat dieser Zeitung. Kürzere Verträge könnten etwa wegen der Laufzeit von Forschungsprojekten oder der Studienpläne der Hilfskräfte sinnvoll sein.

Willingmann verteidigt kurze Verträge

Die jüngsten Zahlen zeigen weiterhin deutliche Abweichungen von der Zwölfmonatsregel. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg liefen seit Januar rund 83 Prozent von 774 neuen Verträgen kürzer als ein Jahr. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg waren es rund 66 Prozent von 1282 Verträgen.

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